HONGi daheim: 3 Gründe, warum wir die Zeitumstellung diesmal feiern

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Möchtest du für viel Augenverdrehen und lautes Seufzen sorgen? Dann erwähne die Zeitumstellung. Es ist eines der umstrittensten, meist diskutierten Themen. Wozu brauchen wir die Zeitumstellung eigentlich? Welche Auswirkungen hat sie auf uns Menschen? Sollen wir sie abschaffen? Und wenn ja, ist es besser bei der Sommer- oder der Winterzeit zu bleiben? Normalerweise wird die Zeitumstellung als anstrengend, lästig und unnötig bewertet. Aber muss es so sein? 

Eine Stunde weniger schlafen?!?! Dafür wird es länger hell. Ein schwacher Trost für alle “Bett-Verliebten”. Aber die langen Abende erinnern immer mehr an den Sommer. Das ist doch gut. Trotzdem ist die Zeitumstellung immer ein Grund zum Jammern. Mini-Jetlag, Schlafprobleme, falsch anzeigende Uhren, irgendwo zu spät oder zu früh sein… In den Zeiten der Quarantäne begrüßen wir allerdings diese kleine Abwechslung. Du fragst dich warum? Aus 3 guten Gründen!

Erstens: Eine Stunde weniger!

Die meisten von uns verbringen ihre Zeit daheim. Manche finden Beschäftigung und Regelmäßigkeit im Homeoffice. Ja, es ist schon fast ein Glück, daheim arbeiten zu müssen, denn dann vergehen die Tage ein wenig schneller. Serien schauen und lange schlafen mag zwar auch beneidenswert sein, aber nach einer Woche wird es auch schon langsam zu viel des Guten… 

Aber zurück zum Thema. Die meisten von uns sitzen also zu Hause und wenn sie gerade nicht ihre fünf Kinder bespaßen müssen, oder einen 60 Stunden Homeoffice-Job haben, kann die Zeit ohne Kontakte nach Außen ganz schön lange werden. Manche zählen wortwörtlich die Stunden bis zu dem magischen Datum, an dem vielleicht einiges wieder lockerer wird. Und da kommt nun die Zeitumstellung ins Spiel: Stunden zählen? Aber gerne! Denn dank der guten Zeitumstellung verlieren wir heute eine Stunde! Ist das nicht toll? Du hast mit vielen normalen 24-Stunden-Tagen gerechnet, nun sparst du dir sogar einen kleinen Teil davon. Wie motivierend!

Zweitens: Hast du an der Uhr gedreht?

Was ist das nervigste an der Zeitumstellung? Richtig! Die Uhren. Der Backofen zeigt bei vielen von uns jahrelang die gleiche Uhrzeit an, weil kein Mensch weiß, wo man die Uhrzeit einstellen könnte. Und die Uhr im Auto? Was? Die kann man manuell bedienen? Ja, wir wissen bereits, dass viele Geräte, sogar Autos, ihre Uhren schon automatisch umstellen können. Aber noch lange nicht alle. Und wenn du nicht mit der modernsten Technik ausgestattet bist, wirst du zumindest einen halben Tag beschäftigt sein. Das könnte so aussehen:

Schritt eins – finde heraus, welche Uhr nun stimmt und welche Geräte sich selbst umgestellt haben. Kleiner Tipp? Beginne mit deinem Handy, deiner Wetterstation und deinem Computer. 

Schritt zwei – markiere nun alle Geräte, die noch die alte Uhrzeit anzeigen. Hierfür kannst du kleine Post-its nehmen, oder eine Liste schreiben. 

Schritt drei – stelle alle Uhren nun um. Achte dabei darauf, dass die Minutenanzeige auch stimmt, denn die Umstellung selbst nimmt auch ein paar Minuten in Anspruch…

Schritt vier – nicht aufgeben! Du hast noch nie die Uhr auf deinem Backofen umgestellt? Suche nun nach der Anleitung und trau dich! Vielleicht wirst du bei manchen Geräten Funktionen entdecken, die du nicht einmal erahnt hättest…

Glaube uns, es ist eine wunderbare Beschäftigung für einen weiteren Tag zu Hause.

Drittens: Langsame Eingewöhnung.

Normalerweise wird die Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag umgestellt und am Montag müssen die meisten von uns bereits hundertprozentig funktionieren. Aufstehen, frisch ausschauen, arbeiten und dabei auch Leistung bringen. Gerade bei einer kürzeren Nacht sieht die Realität allerdings ganz anders aus – um es mit den Worten des Internets auszudrücken: “Stand der Dinge? Augenringe!” 

Jetzt kannst du dich einer neuen Uhrzeit aber ehrlich erfreuen. Denn dank der Quarantäne-Zeit hast du die Möglichkeit, ganz gemütlich dem Jetlag entgegen zu wirken. Wie du das machst? Stelle deine Gewohnheiten langsam um. Nachdem die Uhrzeit umgestellt wurde, kannst du jeden Tag um 10 Minuten früher schlafen gehen… Fange also gleich am Montag damit an. Aber keine Sorgen: Früh aufstehen wird ja überbewertet, das kannst du weiterhin machen, wie du willst. Falls du allerdings sonst andere Tätigkeiten zu bestimmten Uhrzeiten machst, kannst du diese von Tag zu Tag um 10 Minuten verschieben, bis die Zeit stimmt…

Am besten lässt du dafür eine Uhr die alte Uhrzeit anzeigen und verschiebst diese täglich um die besagten 10 Minuten. So ist deine Eingewöhnung in nur 6 Tagen nach der Zeitumstellung fertig. Ohne Stress, ohne Müdigkeit. Ist das nicht wunderbar?

Sind das nicht 3 wirklich gute Gründe, um die Zeitumstellung diesmal zu feiern? Wir sind überzeugt, dass du sie mal zur Abwechslung ganz locker meistern wirst! Und hier haben wir noch einige nützliche und auch kuriose Fakten zu diesem Phänomen:

Hard facts

Wann?
Immer am letzten Sonntag im März.
Heuer: Sonntag, der 29.03.2020 um 02:00 Uhr.

Was?
Die Uhren werden 1 Stunde VOR-gestellt.

Wie?
Um 02:00 Uhr werden die Uhren auf 03:00 Uhr umgestellt.

Warum?
Ursprünglich, um Energie zu sparen, indem die natürliche Lichtquelle „Tageslicht“ besser genutzt wird. Der simple „Urgedanke“ dahinter lautet: Ist es abends länger hell, wird später das Licht aufgedreht, Strom und Energie werden gespart.

Dauer?
Die Sommerzeit dauert vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober an.

Kurioses Wissen:

  • Ein „Nullsummenspiel“?
    Heute ist längst erwiesen, dass das ursprüngliche Ziel – Energieersparnis – verfehlt wurde und alljährlich wird: Die Energieersparnis während der Sommerzeit ist minimal, oft wird sogar mehr Energie als zur „Normalzeit“ verbraucht. Der Grund: Die erhöhten Heizkosten der frühen Morgenstunden, speziell im Frühjahr und Herbst.

 

  • Zeit ist nicht relativ, sondern Gesetz!
    In Deutschland wird die Zeitumstellung sehr ernst genommen: Wer sich nicht daran hält, begeht laut des deutschen „Zeitgesetzes“ eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeld bestraft werden. Dieses „Zeitgesetz“ trat am 1. August 1978 in Kraft, wurde mit 12. Juli 2008 aufgehoben und ins „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“ übertragen. Es ist nach wie vor gültig!

 

  • Die Sommerzeit geht auch den Kühen auf den Wecker!
    Die Zeitumstellung wirkt sich nachweislich auf den Biorhythmus von Nutzvieh und Haustieren aus. Milchkühe beispielsweise leiden aufgrund der plötzlich verfrühten Melkzeit erwiesenermaßen an einem regelrechten „Jetlag“: Bis zu einer Woche lang geben sie weniger Milch als sonst (circa -10%)!

 

  • Da geht noch mehr: Die Hochsommerzeit! 
    Zwischen 1947 und 1949 gab es in Deutschland zwei verschiedene Sommerzeiten: Die reguläre Sommerzeit und die Hochsommerzeit (Mai-Juni). Dabei wurde während der Sommermonate ein weiteres Mal an der Uhr gedreht und diese eine Stunde vorgestellt. Damals wurde dort also ganze 4x im Jahr die Zeit umgestellt!

 

  • Es ist nie zu spät? Doch, ist es!
    Die Sommerzeit katapultiert uns alljährlich in ein organisatorisches Chaos: Laut Umfragen stellt durchschnittlich jeder vierte von uns die Uhren regelmäßig falsch um, jeder zehnte ist aufgrund der Zeitumstellung schon zu spät zu Terminen erschienen.

Text: HONGi / Bild: Tom Swinnen

 

Bist du bereit für dein neues Schlaferlebnis?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr Lesen

Das chinesische Mondfest

Das chinesische Mondfest

„Fröhliches Mondfest!“, lassen wir Schlafliebhaber uns natürlich nicht zweimal sagen! Was aber hat der Vollmond mit Erntedank zu tun?

mehr lesen

Zahlungsarten

    

Verschickt mit

 & 

Folge Uns

       

Geprüft von

Copyright © 2020 HONGi die Faultiermatratze

Pin It on Pinterest

Share This