Holz im Bett: 3 gute Gründe, warum du auf einen Lattenrost nicht verzichten solltest

Lesedauer: ca. 3 Minuten

 

Für die meisten von uns ist ein Lattenrost nur eine Ansammlung von Brettern, die sicher versteckt unter einer Matratze ihre Zeit absitzen. Diese Bretter bekommen nicht besonders viel Aufmerksamkeit – so wie alles, was ohne jegliche Berührung und Bewegung im Bett liegt… Doch das wollen wir heute ändern. Denn auch wenn der Lattenrost so lieblos wirkt, leistet er viel mehr, als du denkst. Übrigens, hast du gewusst, dass ein Lattenrost nicht zwangsläufig aus ein paar Brettern bestehen muss? 

“Braucht man den überhaupt?” Oder: “Ist ja egal, ich nehme den billigsten!” Die allgemeine Einstellung dem armen Lattenrost gegenüber ist bis heute eher lethargisch und teilnahmslos geblieben. Kein Wunder. Während du mit deiner Matratze eine innige Beziehung eingehst und jede Nacht einen körperlichen Kontakt zu ihr pflegst, bleibt der Lattenrost wie ein stummer Diener im Dunklen versteckt. Er ist ein wenig wie deine Eltern – so lange sie da sind und sich um dich kümmern, nimmst du sie als selbstverständlich. Aber wehe, sie sind auf einmal weg. Dann ändert sich alles…

 

Auf dem Brett und auf dem Teller

Du kennst wahrscheinlich – wie der Großteil der Menschheit – den klassischen Holzlattenrost. Eine Anordnung von Brettern, die einfach nur da liegen und in Zeiten einer Apokalypse verheizt werden könnten. Doch sollte es tatsächlich irgendwann so weit sein, dass du dringend Holz brauchst, könnte es passieren, dass du sehr enttäuscht wirst. Denn im Inneren deines Bettes müssen nicht zwingend die klassischen Bretter liegen. Was, wenn du dort den sogenannten Tellerlattenrost entdeckst? Dann wirst du anstatt Brettern, tellerförmige Kunststoff-Träger finden und die Apokalypse trifft dich ganz unvorbereitet! 

Was der genaue Unterschied zwischen diesen zwei Lattenrost-Arten ist, wollen wir nicht näher beschreiben, denn das würde hier den Rahmen sprengen. Heute haben wir es uns zum Ziel gemacht, dir klar zu machen, dass du ohne Lattenrost nicht leben willst. Damit du lernst, ihn zu schätzen, zu ehren und jeden Abend in Gedanken bei ihm zu sein. Also hier sind 3 Gründe, warum dein Lattenrost dein bester Freund sein sollte:

 

1: Außen hui, innen pfui?

Überall liest du von guter Luftzirkulation und wie wichtig es ist, dass deine Matratze atmungsaktiv ist.  Doch was glaubst du? Wie könnte deine Matratze durchlüftet werden, wenn sie auf dem Boden liegen würde? Genau. Ungefähr gar nicht. Deshalb kommt der Lattenrost ins Spiel. Er sorgt dafür, dass auch von unten genügend Luft zur Matratze gelangt. Und das durchgehend! Damit deine Matratze die nachts aufgenommene Feuchtigkeit wieder gut ableiten kann. Somit sorgt der Lattenrost für gute Hygiene und verbessert dein Schlafklima. Und wir wollen uns nicht vorstellen, wie es sonst im Inneren der Matratze aussehen würde, wenn diese Feuchtigkeit nicht gut abgeleitet werden könnte. Stichwort Schimmel.

Unser Tipp: Vorsicht ist geboten, wenn dir verschiedene Schoner und Lattenrost-Auflagen zum Kauf angeboten werden, die die Matratze vor der Abnutzung schützen sollen. Oft verhindern diese die Luftzirkulation und schaffen idealen Raum für Schimmel!

 

2: Flexibilität ist alles!

Machen wir gemeinsam ein Experiment: Lege deine Matratze auf den Boden und vergleiche, wie sie sich ohne Lattenrost so anfühlt. Wahrscheinlich viel härter, vielleicht sogar ziemlich unbequem. Klar. Es gibt Ausnahmen, wie sehr hohe Federkernmatratzen, die auch ohne Lattenrost recht angenehm sein können. Oder so ein Boxspringbett – dank dem Federkasten kommst du auch hier ohne Lattenrost klar. Doch bei den meisten Matratzen sorgt ein Lattenrost zusätzlich für ein angenehmes Liegegefühl. Seine Flexibilität, oder besser gesagt Nachgiebigkeit, entscheidet darüber, wie du schlafen wirst. Nicht nur die Matratze selbst, auch dein Lattenrost hilft, dass deine Wirbelsäule optimal gestützt wird.

Unser Tipp: Kinder und sehr leichte Personen kommen auch ohne Lattenrost gut zurecht. Da die zusätzliche Federung aufgrund des geringen Gewichts gar keine Auswirkung hätte.

 

3: Mehr Zeit im Bett, weniger Zeit mit dem Bett

Du möchtest trotzdem auf einen Lattenrost verzichten? Klar! Es gibt genug Anbieter, die sagen, dass ihre Matratzen auch ohne Lattenrost ausreichende Federung bieten. Allerdings öffnet sich dadurch für dich die Welt der aufwendigen Pflege und die Arbeit kann beginnen. Wenn du lieber deine Zeit im Bett verbringst, anstatt dich um das Bett kümmern zu müssen, raten wir weiterhin dazu, auf einem Lattenrost zu schlafen. Denn ohne Lattenrost solltest du deine Matratze mindestens ein mal wöchentlich ordentlich auslüften. (Besser wäre sogar alle 3 Tage.) Das heißt, diese hochheben und beim offenen Fenster stehen lassen. Gute Nachricht: Solltest du dir eine Latexmatratze gönnen, brauchst du kein Krafttraining mehr und deine Muskeln werden durch das regelmäßige Anheben der Matratze nur so wachsen. 

Unser Tipp: Falls du unbedingt ohne Lattenrost schlafen möchtest, achte auf die Materialien, aus denen deine Matratze besteht. Zum Beispiel ein sogenannter Poly-Schaum macht die Matratze atmungsaktiver.

 

Brett sei dank!

Bist du nun überzeugt, dass dein Lattenrost gute Arbeit leistet? Spürst du schon die Dankbarkeit? Wir auf jeden Fall! Und wir werden nie wieder den Lattenrost als nur eine Ansammlung von Brettern bezeichnen. Denn wir wissen jetzt, dass uns der Lattenrost eine Menge Arbeit erspart und dafür sorgt, dass wir uns Nacht für Nacht noch tiefer im Land der Träume verlieren können. Ganz weit weg von der Schlaflosigkeit… 

Liegt dir noch immer eine Frage auf der Zunge? Natürlich. Du willst unbedingt wissen, wie so ein Tellerlattenrost aussieht und wodurch er sich von einem klassischen Lattenrost unterscheidet. In unserem Schlaflexikon findest du mehr zu diesem Thema. Viel Spaß beim Nachlesen!

 

Text: HONGi / Bilder: Engin Akyurt, Pixabay

 

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