Frühstück International – Kulinarische Reise um die Welt (Teil 1)

„Ein gutes ausgewogenes Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“ – dies war lange Zeit die vorherrschende Meinung. Ganz so eng wird es mittlerweile nicht mehr gesehen, denn auch den anderen Mahlzeiten wird mittlerweile eine größere Bedeutung beigemessen. Dennoch solltest du dir zuliebe gewisse Frühstücksrituale einführen oder sie dir zumindest bewahren.

Im ersten Teil unserer Serie über internationale Frühstücksvarianten schauen wir uns europäische Essgewohnheiten beim Frühstück näher an. Über die deutschsprachigen Regionen geht es zunächst in den hohen Norden Skandinaviens sowie Russlands, über Großbritannien und anschließend ab in den sonnigen Süden Europas.

Vielleicht findest du ja die eine oder andere Inspiration – sei es für deinen eigenen gelungenen Tagesstart oder gar für den nächsten Urlaub? Wir wünschen dir so oder so viel Spaß bei unserer kulinarischen Frühstücksreise! 🙂

 

Frühstücksgewohnheiten in Deutschland und Österreich

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wird morgens zum Frühstück gerne Kaffee oder Tee getrunken, um nach dem (hoffentlich erholsamen) Schlaf in die Gänge zu kommen. Kinder nehmen wiederum gerne eine Tasse Kakao zu sich. Gegessen wird, hauptsächlich und je nach Vorliebe, in den Varianten süß oder eher deftig.

Das süße Frühstück umfasst im deutschen Raum weißes Gebäck, Brot bzw. Toast mit Butter, Marmelade und / oder Honig. In der deftigen Variante gibt es hingegen zahlreiche Aufschnitte auf das Brot und allerlei feine Beilagen wie z.B. Schinken, Wurst und Käse sind ebenfalls sehr beliebt. Am Wochenende kommt auch schon mal ein Ei, in unterschiedlichster Form, auf den Tisch. Meist ein weichgekochtes oder ein Rührei. Die dafür notwendige Zeit nehmen sich viele jedoch meist nur an arbeitsfreien Tagen.

 

Nordisches Frühstück

Werfen wir einen Blick in den hohen Norden. Welche Besonderheiten finden wir in den skandinavischen Ländern, wie z.B. Schweden? Neben Getränken wie Kaffee, Tee, Milch und allerlei Fruchtsäften ist es hier insbesondere das „Filmjölk“, welches recht auffällig ist: Hierbei handelt es sich um eine Form von Dickmilch bzw. Sauermilch, in Dänemark auch als „Ymer“ und in Finnland als „Viili“ bekannt. Diese Speise wird meist zusammen mit Haferbrei oder mit Müsli gegessen. Beeren, Zimt und Zucker werden ebenfalls oft in das Gemisch getan. Knäckebrot mit Wurst, Käse, süßen Aufstrichen oder gar Schokoladen-Plättchen oben drauf sind ebenfalls beliebte Dreingaben zum Start in den Tag.

In nordöstlicheren Gefilden, in Russland, beginnt man den Tag auch ganz gern mit frischem Kaffee, schwarzem Tee oder gar Sauermilch. Eine Besonderheit kulinarischer Natur ist jedoch ein spezieller Brei aus Buchweizen mit Butter, Milch und Zucker, welcher „Gretschnewaya Kascha“ oder abgekürzt „Gretschka“ (russisch: „гречневая каша“ / „гречка“) genannt wird. „Bliny“, auch liebevoll „Blintschiki“ genannt (russisch: „Блины“), sind wiederum unseren Pfannkuchen bzw. Palatschinken sehr ähnlich und werden ebenso gern in diversen Varianten gegessen. Dazu gibt es in Russland oft auch „Piroggen“ (russisch: „пирог“), gefüllte Teigtaschen, die den morgendlichen Genuss ergänzen und kalorienreich abrunden.

 

Britische Frühstücksgewohnheiten

Weiter geht die Reise nach Großbritannien. Tee und Orangensaft stehen hier gern auf dem morgendlichen Speisezettel. Dazu gibt es Toast mit Orangenmarmelade. Eine Besonderheit der britischen Küche ist der „Black Pudding“: Die englische Variante einer Blutwurst wird in Scheiben geschnitten und durchgebraten. Sie wird gemeinsam mit Speck, Bohnen in Tomatensauce, Würstchen und zuweilen auch samt Kartoffeln serviert – definitiv ein deftiger Start in den Tag. Wer alles etwas gesundheitsbewusster angehen möchte, kann auch mal auf selbstgemachtes „Porridge“ (eine spezielle britische Form von Haferbrei) zurückgreifen. Mit Honig gesüßt und mit frischen Früchten verfeinert, ist dies ebenfalls eine recht vielfältige und zugleich schmackhafte Angelegenheit.

 

Frühstück im Süden Europas

Reisen wir doch in Europas Süden und landen zunächst einmal in Spanien. Hier wird, abhängig von der Region, recht unterschiedlich gefrühstückt. Ist es in Madrid eher ein starker Espresso oder ein „Café con Leche“, der gerne getrunken wird, so ist es auf den Kanarischen Inseln eher Kondensmilch mit einem Espresso. Diese, auch „Barraquito“ genannte, Kaffeespezialität wird oft auch noch mit einem Schuss Likör sowie einer Zitronen- oder Orangenschale verfeinert.

Dazu essen die Spanier morgens eher süße Kleinigkeiten wie diverse unterschiedliche Kekse, Croissants oder andere kleine Gebäckstücke der süßen Art. Katalanische Leckerbissen sind auch sogenannte „Churros“. Diese Krapfen-ähnlichen und in fett gebackenen Teigstangen, werden tief in heiße Schokolade getunkt und gegessen. Sie schmecken extrem gut und man braucht sich danach auch den ganzen Tag keine Sorgen mehr darüber zu bereiten, ob denn schon genug Zucker durch den eigenen Blutkreislauf zirkulieren mag.

In Italien hat das Frühstück keinen so hohen Stellenwert im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen. Ein schneller Kaffee oder Cappuccino in einer Bar auf dem Weg zur Arbeit und dazu ein „Cornetto“, gefüllt mit Marmelade oder Schokoladencreme – das wäre ein durchaus typisches und minimalistisches Frühstück auf italienische Art. Sehr ähnlich verhält es sich übrigens auch in Frankreich. Eine große Tasse, fast schon eine Schüssel, für eine Extraportion Milchkaffee, in welcher dann frisch gebackene Croissants nahezu „ertränkt“ werden. Mehr ist zu diesen beiden Ländern hinsichtlich des Frühstücks aber auch kaum zu sagen. Die kulinarischen Stärken dieser Länder sind bekanntermaßen auch eher im Bereich der Mittag- und Abendessen angesiedelt.

Im zweiten Teil unserer Frühstücks-Weltreise werden wir uns beim nächsten Mal genauer ansehen, was außerhalb Europas so alles auf den morgendlichen Frühstückstisch kommt.

 

Text: HONGi / Bild: Gabriel Gurrola auf Unsplash

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