Was ist eine Taschenfederkernmatratze?

Grundlegende Eigenschaften einer Taschenfederkernmatratze

Bei einer Taschenfederkernmatratze werden, je nach genauen Typ von Taschenfederkern, hunderte bis tausende einzelne Federn in Textil-Taschen vernäht und zusätzlich mit Kaltschaum ummantelt. Ist dies in mindestens einer Matratzenschicht der Fall, spricht man von einer Taschenfederkernmatratze.

Sind bei einer Matratze zusätzlich zu einer Basisschicht aus Taschenfederkernen auch noch Schichten mit Mikro-Taschenfederkernen enthalten, so kann man auch von einer Boxspringmatratze sprechen.

Das Verpacken in einzelne Taschenfedern ermöglicht es, schwerer belastete Körperbereiche wie z.B. Schulter- oder Beckenbereiche tiefer einsinken zu lassen, während – dank der Federung – die Wirbelsäule ausreichend Stabilität erhält.

 

Welche Vorteile hat eine Taschenfederkernmatratze?

Der Hauptvorteil jeder Taschenfederkern-Matratze ist die gute Ventilation: Da durch den Aufbau der Federung Luft in der Matratze bei Bewegung besonders gut zirkulieren kann, bieten Taschenfederkernmatratzen ein gutes Raumklima und auch der Stockflecken- und Schimmelbildung kann somit vorgebeugt werden. Sogar Hausstaubmilben kann dies fernhalten.

Qualitativ hochwertige Taschenfederkernmatratzen besitzen zur Unterstützung der Atmungsaktivität und Luftzirkulation ein umlaufendes Klimaband im Außenbezug der Matratze. Bei einer Taschenfederkernmatratze befindet sich zudem in fast allen modernen Varianten eine Polsterung aus Schaumstoff auf dem Federkern.

Allerdings sind dies im Falle einer modernen Taschenfederkernmatratze hochwertige Schaumstoffe, wie Kaltschaum oder elastischer “Visco-Schaum” (Viscoseschaum), wodurch eine Matratzen-Mischform entsteht. Eine Taschenfederkernmatratze kann somit also durchaus gleichzeitig eine Visco-Matratze und / oder Kaltschaum-Matratze sein.

Auch Zonierungen spielen heutzutage eine große Rolle bei Taschenfederkern-Varianten von Matratzen: Genau wie bei einer Kaltschaummatratze kann eine Taschenfederkernmatratze in mehrere körpergerechte Zonen unterteilt sein, die dem jeweiligen Gewicht und der Einsinktiefe der einzelnen Körperzonen angepasst sind (zumiest handelt es sich um etwa fünf bis sieben Liegezonen, bei HONGi Faultiermatratzen sind es stets 7 Zonen).

Diese und weitere Vorteile von Taschenfederkernmatratzen in Kurzfassung:

  • hohe Punktelastizität
  • gute Klimaregulierung & Luftventilation
  • lange Lebensdauer & Formbeständigkeit
  • Balance von körpergerechter Stützung & Anpassungsfähigkeit

 

Nachteile von Taschenfederkernmatratzen – was muss man beachten?

Eine Taschenfederkernmatratze ist für verstellbare Lattenroste eher nur bedingt geeignet, da sie sich aufgrund des vergleichsweise starren Federkerns auf unebenen Unterlagen nur bis zu einem gewissen Grad anpassen. Auch kraftvollere elektrisch-verstellbare Lattenroste können mit Taschenfederkernmatratzen ihre Schwierigkeiten haben.

Dies heißt aber nicht, dass Taschenfederkerne prinzipiell für verstellbare Lattenrost ungeeignet wären. Es empfiehlt sich lediglich, eine Taschenfederkernmatratze die meiste Zeit in einem waagerechten Zustand zu belassen. Falls jedoch das Kopfteil mal ein paar Stunden am Tag verstellt ist, macht das für die meisten Taschenfederkern-Modelle keinen Unterschied.

Wer einen starren Lattenrost verwendet, liegt jedoch auf jeden Fall richtig und profitiert von der hohen Formstabilität und der langen Haltbarkeit und Lebensdauer einer Taschenfederkernmatratze.

Diese und weitere beachtenswerte Aspekte von Taschenfederkernmatratzen:

  • mangelnde Eignung für sehr stark verstellbare Lattenroste
  • Nachschwingen / Nachfeder bei Bewegung ist nichts für jeden Schläfer
  • Temperatur-empfindliche Menschen können Taschenfederkernmatratzen als zu kühl empfinden

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