Schlaftracker: Wächter über einen gesunden Schlaf?

“Wie hast du geschlafen?” Eine einfache Frage, doch manche Menschen müssen zuerst in ihre App schauen, um sie beantworten zu können… Komisch? Unvorstellbar? Übertrieben? Brauchen wir wirklich technische Geräte, die uns berichten, wie wir geschlafen haben?

In Zeiten, wo fast alles überwacht wird, ist es wenig überraschend, dass wir auch unseren Schlaf überprüfen und auswerten. Immerhin ist guter Schlaf das neue Gesundheitsideal. Kein Wunder, dass die Technik-Branche mit immer mehr Produkten kommt, die unseren Schlaf untersuchen sollen. Nach Fitness– und Ernährungs-Apps widmen wir uns also dem nächsten Bereich unseres Lebens: dem Schlaf. Und weil wir uns selbst schlecht beim Schlafen beobachten können und die Nachbarn nicht fragen wollen, brauchen wir ein Gerät, welches diese Aufgabe zuverlässig übernimmt. Damit wir mit Sicherheit sagen können: “Gut habe ich geschlafen!”

Der Markt ist voll von verschiedensten Uhren und Armbändern. Alles schicke kleine Teilchen, die teilweise mehrere hundert Euro kosten und unser Leben verändern. Wir bei HONGi wollten wissen, ob diese Wundergeräte Sinn machen oder ob sie uns unnötig das Geld aus der Tasche ziehen.

Deine Uhr is watching you

Schlafüberwachende Uhren, Armbänder, Clips und Bettsensoren werden auch Schlaftracker genannt. Sie kontrollieren und messen deinen Schlaf und die verschiedenen Schlafphasen. Sie sind wie ein eigenes kleines Schlaflabor. Allerdings ermöglichen sie nicht die gleiche Qualität wie ein echtes Schlaflabor und sie können auch nicht die Ursachen für einen qualitativ schlechten Schlaf identifizieren. Dennoch liefern Schlaftracker viele nützliche Informationen.

Sie ermitteln deine exakte Schlafdauer sowie die Art der Schlafphasen und im Anschluss werten sie die Daten aus. So erfährst du, wie lange, tief und ruhig du geschlafen hast. Oder auch nicht. Gemessen werden die Schlaf- und Wachphasen sowie der Schlafrhythmus in der Nacht. Manche Schlaftracker können dich sogar in der richtigen Schlafphase sanft aufwecken, damit du mit mehr Energie in den Tag starten kannst. Ein Traum, oder? Nie wieder müde und dafür muss man nur ein kleines Teilchen am Handgelenk tragen! Doch so einfach ist es auch wieder nicht…

Auswertung ist da – und jetzt?

Schritt eins: Du schläfst schlecht. Schritt zwei: Du analysierst mit Hilfe eines Schlaftrackers deine Nächte. Schritt drei: Jetzt beginnt die tatsächliche Arbeit! Du musst herumprobieren und dabei deinen Schlaf weiter analysieren: Fühlst du dich besser, wenn du 7 oder 9 Stunden geschlafen hast? Hilft dir die sanfte Weckfunktion um einfacher aufzustehen? Schläfst du vielleicht besser, wenn du am Abend weniger isst? Oder ist deine Katze im Bett die Ursache für einen unruhigen Schlaf?

Es ist sinnvoll ergänzend zu der Schlaftracker-Analyse alle Informationen schriftlich festzuhalten und die Schlafüberwachung über längere Zeit durchzuführen. Denn nach einiger Zeit könnte ein Muster entstehen, das die Ursachen für unruhige Nächte sichtbar macht. Findest du dennoch keinen Ursprung, der deinen schlechten Schaf erklären würde, dann ist es sinnvoller sich an einen Schlafexperten zu wenden.

Schlaftracker – sinnvoll oder unnötig?

Wenn du jeden Tag nur schwer aus dem Bett kommst, dich dauernd müde fühlst, oder nachts sehr oft wach wirst, ist es sinnvoll deinen Schlaf unter die Lupe zu nehmen. Gesunde, gut schlafende Menschen haben es allerdings nicht nötig, sich analysieren und überwachen zu lassen.

Dennoch greifen gerade gesundheitsbewusste Personen zu Schlaftrackern, um ihre Lebensweise zu optimieren. Deshalb muss jeder für sich entscheiden, ob er sich mit einer Schlafüberwachung wohlfühlt, oder nicht.

Welcher Tracker darf es sein?

Viele Schlaftracker sind in sogenannten Fitnesstrackern integriert und bieten somit weitere Funktionen an, die spannend sein können. Doch wie ein unabhängiger Test zeigt, sind nicht alle Tracker gleich gut. Entscheidest du dich also für einen Tracker, beginnt die Suche nach dem passenden Produkt. Und diese Suche kann zu deiner Lebensaufgabe werden, denn es gibt Unmengen an Produkten.

Neben der Qualität sind drei Sachen entscheidend: die Funktionen, das Design und der Preis! Dabei sind die teuersten Produkte nicht zwingend die besten! Klar, manche Menschen wissen sofort: rosa soll es sein, viereckig und schmal. Doch auch diese genaue Beschreibung passt auf geschätzt 1574 Geräte. Ohne Spaß!

Um sich im Technik-Dschungel zurecht zu finden, empfehlen wir die zahlreichen Tests im Internet durchzulesen, die die Tracker genauer unter die Lupe genommen haben. Bevor du also eine Entscheidung fällst, nimm dir genügend Zeit für die Suche.

 

Und falls du auch ohne einen Tracker sagen kannst, dass du gut geschlafen hast und du dich deshalb gegen eine Schlafüberwachung entschieden hast, verpasst du auch nichts. Manchmal muss man einfach nur auf den eigenen Körper hören und viele Probleme lösen sich von selbst. Denn auch so eine Suche nach einem Schlaftracker kann für unruhige Nächte sorgen und wer will das schon?

Text: HONGi / Bild:  FitNish Media

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