Schluss mit Flugangst: Schwebe lieber auf Wolke sieben!

Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot oder Panikattacken. Wenn du dich in einem Flugzeug wie in der Hölle, anstatt im siebten Himmel fühlst, dann leidest du höchstwahrscheinlich unter Flugangst. Das Gefühl ausgeliefert zu sein, keine Kontrolle zu haben und nicht entkommen zu können, verstärkt die negativen Gefühle noch zusätzlich.

Es ist auch verständlich: würde ein Auto außer Kontrolle geraten, stellst du dir vor, wie du in einem eleganten Doppel-Salto aus der Tür springst und danach deine Kleidung vom Staub befreist, als wäre nichts gewesen. Sollte ein Zug entgleisen, kannst du dich bestimmt noch gut festhalten. Sogar aus einem brennenden Bus entkommst du locker. Doch was hast du schon für Möglichkeiten in einem kaputten Flugzeug? Fallschirmspringen? Gibt es überhaupt genug Fallschirme auf deinem Flug von Wien nach Ibiza? (Zumindest gibt es genug Bier dort!) Aber keine Angst! Heute zeigen wir dir, dass deine Flugangst unbegründet ist und wie du sie in den Griff bekommst.

 

Flugzeug unser am Himmel…

Etwa jede vierte Person leidet unter Flugangst. Die Art und Ausprägung ist dabei von Mensch zu Mensch verschieden. Während manche erst im Flieger feuchte Hände bekommen, steigen andere in ein Flugzeug erst gar nicht ein. Oder sie leiden schon Tage davor unter Schlaflosigkeit und Nervosität. Wenn dich jede Turbulenz zum Beten bringt und du Gesichtsausdrücke der Crew besser analysieren kannst als ein Spitzen-Profiler, dann solltest du etwas gegen deine Flugangst unternehmen! Denn die Angst kommt selten allein… 

Egal, wie stark deine Flugangst ausgeprägt ist, die gute Nachricht lautet: Du kannst sie besiegen! Hält sich deine Flugangst in Grenzen, überwindest du sie mit einigen einfachen Tricks. Springst du allerdings bei jedem ungewöhnlichen Geräusch der Flugbegleiterin um den Hals, sind sogenannte Flugangstseminare eine gute Möglichkeit, um dagegen anzukämpfen. So oder so: Mit unseren Tipps kommst du einem entspannten Fliegen bestimmt schon ein großes Stück näher. 

 

Ursachen erkennen

Bevor du beginnst gegen deine Flugangst zu kämpfen, ist es hilfreich, diese zuerst unter die Lupe zu nehmen. Seit wann hast du Angst vor dem Fliegen? Wie äußert sich deine Angst? Was genau macht dir Angst? Ist sie mit den Jahren schlimmer geworden? Gibt es etwas, was dir hilft dich trotz der Angst zu entspannen? Oder verfällst du in eine Schockstarre? Wie beeinflusst diese Angst dein Leben und deine Freiheit? Bist du wirklich bereit etwas dagegen zu tun?

Wenn du dich mit deiner persönlichen Situation auseinander gesetzt hast, kannst du besser verstehen, ob du damit alleine klar kommst oder professionelle Hilfe benötigst. Sollte deine Flugangst nur leicht ausgeprägt sein, könnten dir bereits einige Statistiken zum Thema Fliegen verhelfen, deine Angst auf ein Minimum zu reduzieren. 

Ein Flugzeug ist eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt. Es ist auf Platz zwei, um genauer zu sein. Auf dem ersten Platz sind Aufzüge, doch mit denen kannst du nicht wirklich in den Urlaub fahren. (Außer du hast einen Pool auf dem Dach!) Siehst du dir Statistiken an und informierst dich über die Häufigkeit der Unglücksfälle und deren Ausgang, wirst du vielleicht schon beim nächsten Flug beruhigt sein. 

Deine Flugangst kann aber auch mit Klaustrophobie oder mit Höhenangst zusammenhängen. Aber auch andere Ängste, wie die Angst vor einem Gewitter, die Angst in der Öffentlichkeit zu essen oder die Angst vor ansteckenden Krankheiten können zu Flugangst führen. Ursachen gibt es wie Tropfen im Ozean. Doch egal welche Ursachen hinter deiner Flugangst stecken – du solltest dich deiner Angst so schnell wie möglich stellen. Denn je tiefer sie sich einprägt, desto hartnäckiger wird sie dich festhalten.

 

Hilfreiche Tipps gegen Flugangst

Wenn deine Flugangst komplexer erscheint und viele Faktoren mit einbezieht, kannst du folgende Tipps ausprobieren, um aus der Angstspirale herauszukommen:

Vor der Reise:

Die Verminderung der Flugangst sollte schon bei der Buchung der Reise beginnen. Dazu gehört bereits die Wahl der passenden Flugzeiten. Wenn du dich nach der Arbeit zum Flughafen hetzen musst, schüttest du bereits Stresshormone aus, die deine Angst nur bestärken werden. Auch kann es einen Unterschied machen, ob du nachts oder tagsüber fliegst, da auf manche Menschen die Dunkelheit sehr beklemmend wirkt. Auch der Sitzplatz beeinflusst dein Wohlbefinden. Wähle lieber einen Platz am Gang, damit du dich nicht so eingeengt fühlst. Ein Platz über den Tragflächen sorgt dafür, dass du die Bewegungen des Flugzeugs am geringsten spürst. Vor der Reise gilt: Die Nacht davor genügend schlafen, jeglichen Stress vermeiden und bequeme Kleidung und Schuhe anziehen (besser sind lange Kleidung und geschlossene Schuhe).  

Im Flugzeug:

Es ist nützlich, das Personal darauf hinzuweisen, dass du unter Flugangst leidest. Die Crew ist darauf geschult, ängstlichen Passagieren die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Es hilft auch immer, sehr genau den Sicherheitshinweisen zuzuhören. So fühlt man sich besser vorbereitet. Auch kannst du deinen Flug mental in kleine Stücke aufteilen und dich für jeden überstandenen Teil belohnen. Dabei kannst du daran denken, welche Teile du schon erfolgreich hinter dich gebracht hast, anstatt daran zu denken, wie viel noch bevorsteht. (Zum Beispiel: Ohne Stress eingestiegen, erfolgreich gestartet, etc.)  

Ablenkung:

Rede mit deinem Sitznachbarn, höre deine Lieblingsmusik, lies ein Buch. Lenke dich ab und konzentriere dich auf Sachen, die dir Spaß machen. Auch Fantasiereisen oder Hörbücher sind hilfreich.

Entspannungsübungen:

Bewusste Atmung und Entspannung der Muskeln führen zu einer ruhigeren Stimmung. Auch die Körperhaltung ist wichtig: Sitze aufrecht, stelle deine Beine fest auf den Boden, klammere dich nicht fest an deine Armlehnen sondern lasse deine Hände locker. Entspannte Körperhaltung signalisiert deinem Hirn, dass dir keine Gefahr droht. Auch eine ruhige Atmung trägt dazu bei. Atme tief in deinen Bauch ein, atme langsam wieder aus. Nimm dir einige Entspannungsübungen mit auf den Weg und führe diese immer dann durch, wenn du dich unwohl fühlst.

Heilmittel:

Relax-Tropfen, Baldrian-Tropfen oder leichte Beruhigungsmittel können vor allem bei starker Flugangst eingesetzt werden. Frage deinen Hausarzt, welche Mittel sinnvoll sind. Auch ätherische Öle und andere natürliche Stoffe können Entspannung verschaffen. 

Richtige Nahrung:

Ja, auch Lebensmittel können deine Flugangst beeinflussen. So wird empfohlen nie mit einem leeren Magen ins Flugzeug zu steigen. Achte auf leichte Kost, damit dein Körper nicht unnötig belastet wird. Während des Fluges verlierst du außerdem viel Flüssigkeit, trinke deshalb ausreichend. Verzichte aber auf Getränke, die deinen Blutdruck pushen (Kaffee, Energy drinks oder ähnliches). Auch wenn du Lust auf einen Drink hast, Alkohol wirkt sich eher negativ aus. Am besten greifst du zu Wasser oder beruhigenden Tees. 

Seminare und professionelle Hilfe:

Ist deine Angst sehr groß und löst sogar Panikattacken aus, ist es sinnvoll sich professionell helfen zu lassen. Flugangst-Seminare sind immer eine gute Wahl, da du dort einem erfahrenen Piloten all deine Fragen stellen kannst. Die meisten Seminare bieten auch gleichzeitig einen Flug im Flug-Simulator an. Ergänzend kann auch eine psychologische Beratung helfen.

 

Kuriose Fakten

Mit einem Lächeln kämpft es sich leichter. Deshalb haben wir für dich kuriose und lustige Fakten zum Thema “Fliegen” herausgesucht. Damit du beim nächsten Flug schmunzeln statt schwitzen kannst!

  • Die Anzahl der Fluggäste steigt stetig an und Fliegen wird immer sicherer. Inzwischen ist eine Flugreise 350 Mal sicherer als in den 70er Jahren. 0,000012 Prozent ist laut IATA (International Air Transport Association) die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen.
  • 2017 verzeichnete die Luftfahrt ihr sicherstes Flugjahr überhaupt, denn in Europa gab es keine schweren Abstürze ziviler Verkehrsflugzeuge. Der Trend ist eindeutig: das Fliegen wird immer sicherer.
  • Fliegen ist sicherer als Heiraten, denn in den USA sterben jedes Jahr ca. 8000 Menschen durch die Hand des eigenen Ehepartners. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, vom eigenen Ehepartner ermordet zu werden, 13 Mal höher, als bei einem Flugzeugabsturz zu sterben.
  • Billigflieger, oder auch sogenannte Low-Cost-Airlines, sind nicht gefährlicher oder absturzgefährdeter als „normale“ Airlines!
  • Folgende Airlines sind seit über 30 Jahren unfallfrei: Qantas, Finnair, Cathay Pacific, El Al, ANA und Austrian Airlines.
  • Moderne Jets sind so konstruiert, dass sie auch mit nur einer arbeitenden Turbine noch sicher fliegen und ohne jeglichen Triebwerksschub landen können.
  • Piloten und Co-Piloten essen unterschiedliche Gerichte. So wird vermieden, dass beide gleichzeitig eine Lebensmittelvergiftung oder sensible Reaktionen auf eine Speise haben.
  • Obwohl Turbulenzen unangenehm sind, ist noch nie ein modernes Verkehrsflugzeug aufgrund von Turbulenzen abgestürzt. Man kann Turbulenzen mit einer Straße mit vielen Dellen vergleichen: ein Auto wackelt zwar, kommt aber deshalb nicht von der Fahrbahn ab. 
  • Fast jeder Pilot hat schon erlebt, dass sein Flugzeug von einem Blitz getroffen wurde. Die Maschinen sind aber darauf ausgelegt. Nach einem lauten Knall und einem hellen Leuchten ist das Spektakel auch schon vorbei.

Text: HONGi / Bild: Pixabay

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