Omas Hausmittel gegen Schlaflosigkeit unter der Lupe

Lesedauer: ca. 10 Minuten

Wenn nichts mehr geht und nichts mehr wirkt, dann kann nur mehr eine helfen: Die Oma. Immer, in allen Lebenslagen und bei sämtlichen Problemen. Komme was da wolle, auf die Oma ist Verlass. Sogar bei Schlaflosigkeit! 

Die Generationen vor uns haben uns viel Wissen um so manch wirksames Hausmittelchen mit auf den Weg gegeben. Doch im Laufe der Jahrzehnte ändert sich vieles, die Wissenschaft erlangt stetig neue Erkenntnisse… Sind Omas altbewährte Einschlafhilfen tatsächlich „alt, aber gut“? Oder bewirkt hier möglicherweise nichts mehr als pure Nostalgie den berühmten Placebo-Effekt?

„Hilft’s nix, so schadet’s nix“, haben viele Omis immer schon gerne gesagt. Wir allerdins wollen’s jetzt ganz genau wissen – und nehmen Omas 5 bekannteste Hausmittel gegen Schlafprobleme unter die Lupe!

Das legendäre „Betthupferl“

Schokokuss statt Gute-Nacht-Kuss? Wenn es nach der Oma geht: Ja! Generationen müder Kinder wurden abends mit kleinen Naschereien Richtung Träumeland gelockt, hüteten diese nostalgische Kindheitserinnerung bis ins Erwachsenenalter und gaben sie pflichtbewusst an ihre Sprösslinge weiter… Ungebremst, teilweise bis heute. 

Heute – das sind allerdings fitte, streng gesundheitsbewusste Zeiten. Zeiten, in denen das schokoladige „Betthupferl“ einen irgendwie „verstaubten“, altmodischen Eindruck macht. Hand aufs Herz: Schokolade vor dem Zubettgehen, ist das wirklich eine gute Idee?

Oma hat’s immer schon gewusst!

Auf den ersten Blick gibt die Wissenschaft unseren Omas recht. Tatsächlich enthält Schokolade Tryptophan: Eine Aminosäure, welche der Körper für die Bildung des Glückshormons Serotonin benötigt – aus welchem in weiterer Folge das Schlafhormon Melatonin produziert wird. Zudem gilt Tryptophan aufgrund seiner beruhigenden Wirkung auf den Organismus als natürliches Schlafmittel.

Aber…

Neben “beruhigendem” Tryptophan enthält Schokolade leider auch den Wachmacher schlechthin: Koffein. Dem nicht genug, stellt den Hauptinhaltsstoff der Kakaobohne das sogenannte „Theobromin“ dar: Eine organische Verbindung, welche mit Koffein strukturverwandt ist und eine vergleichbar anregende Wirkung auf das Nervensystem hat.

Diese zeigt auch ein weiterer, stets in Schokolade enthaltener, „üblicher Verdächtiger“: Der Zucker. Er verursacht gleich auf zwei Wegen einen folgenschweren „Fehler im System“: Indem er deinen Körper ausgerechnet abends nochmal „aufputscht“, erschwert er dir das Einschlafen massiv. Zudem fördert Zucker die Insulinausschüttung, wodurch sich der Blutzuckerspiegel erhöht: Dies hindert den Körper daran, sein nächtliches, von der Natur „vorprogrammiertes“ Fettverbrennungsprogramm zu starten. Das wiederum schafft freie Bahn für die berühmten „Kalorien, die nachts deine Kleider enger nähen“…

Macht nix, meinst du, denn diese Problematik lässt sich ganz einfach mit der altbewährten Gleichung „dunkle Schokolade = geringer Zuckergehalt = die gesündere Schokolade“ lösen? Die, im wahrsten Sinne des Wortes, „bittere“ Antwort lautet: Leider nein! Zumindest nicht, wenn es um deine Schlafqualität geht. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Kakaoanteil. Je höher der Kakaoanteil, desto höher fällt folglich auch der Gehalt an Theobromin und Koffein aus… Die „aufmunternde“ Wirkung von Schoki verstärkt sich also, je dunkler sie ist.

Ein Beispiel: 100 g Vollmilchschokolade mit 25-30% Kakaoanteil beinhaltet „nur“ ca. 15 mg Theobromin. Auf 100 g der viel gesünderen, weil weniger süßen, Bitterschokolade mit 85% Kakaoanteil entfallen bereits um die 130 mg Theobromin… Na dann, „guten Morgen“.

Faultier-Fazit:

Im Herzen sind wir Faultiere schnurrende Naschkatzen, die an dieser Stelle keinesfalls als Spielverderber dastehen möchten… Und der Oma würden wir bitte sowieso NIE widersprechen. Es gibt Grenzen, die überschreitet man nicht.

Aber neu definieren kann man sie. Ziehst du – trotz allen Gegenargumenten – den Versuch in Erwägung, dich von einem kleinen, schokoladigen „Betthupferl“ ins Reich der Träume katapultieren zu lassen, möchten wir dir folgende Punkte ans Herz legen:

  • Ein zartes Rippchen deiner Lieblingsschokolade ist genug. Heb dir die 3-Liter-Schüssel Schoko-Eis oder das fette Stück Schokotorte besser für eine andere Gelegenheit auf… Nicht nur würdest du dir damit eine „Zuckerüberdosis“ kurz vor dem Zubettgehen verpassen, auch würden die großen Mengen deine Verdauung neuerlich anregen. Stichwort: Magenzwicken, Bauchgrummeln, Sodbrennen.
  • Reagierst du für gewöhnlich stark auf Kaffee? Dann greife auf jeden Fall zu einem Stückchen Milchschokolade. Der erhöhte Koffeingehalt edelherber Schokolade könnte dir die Nacht zum Tag machen.
  • Es muss nicht „Schoko pur“ sein: Probiere es mit einer Tasse warmen Kakaos! Milch selbst weist eine beruhigende Wirkung auf, zudem nimmst du so eine geringere Menge Kakao (und damit Theobromin und Koffein) zu dir, als beim Genuss eines „massiven“ Schokoladenstücks.
  • Egal, für welche Variante du dich entscheidest, diese eine Regel gilt für alle: Erst das Betthupferl, danach gründlich Zähneputzen!
  • Achte außerdem auf den richtigen Zeitpunkt für die „Einnahme“ deines Betthupferls: Dieser ist definitiv NICHT kurz vor dem Einrollen unter deiner Bettdecke! Die sogenannte Halbwertszeit von Theobromin beträgt satte 2-3 Stunden. Das heißt: Naschst du um 18 Uhr noch etwas Schokolade, hast du um 21 Uhr immer noch potenziell die Hälfte der darin enthaltenen Theobromin-Menge im Blut.  

Heiße Milch mit Honig

Omis wunderbare Gute-Nacht-Milch – das beste Schlafmittel überhaupt. Eingekuschelt in Decken und Polster, die warme Tasse in der Hand, cremige Milch, süßer Honig… Das kann doch nur gut für Körper und Gemüt sein! Oder?

Oma hat’s immer schon gewusst!

Tatsächlich enthält Milch das Hormon Melatonin, besser bekannt als das „Schlafhormon“: Es steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus und wirkt wie ein natürliches Beruhigungsmittel.

Zudem beinhaltet Milch die Aminosäure Tryptophan, welche ebenfalls schlaffördernd wirkt: Beim Abbau von Tryptophan wird dieses in das Anti-Stress-Hormon Serotonin umgewandelt, welches den Körper entspannt.

Honig selbst enthält ebenfalls Tryptophan. Zudem fördert der im Honig enthaltene Zucker die Bildung von Serotonin und Melatonin im Gehirn zusätzlich.  

Aber…

Forscher betonen immer wieder, dass die schlaffördernde Wirkung dieses süßen Schlummertrunks wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Der Melatonin– und Tryptophangehalt von Milch sei verschwindend gering: Zu gering, um nennenswerten Einfluss auf die „Einschlafgeschwindigkeit“ nehmen zu können.

Man geht deshalb davon aus, dass der einschläfernde Effekt von heißer Milch mit Honig, falls überhaupt einer gegeben ist, rein psychologisch bedingt ist.

Zudem gilt der abendliche Genuss von Milch als wenig günstig für die Verdauung. Vor allem Vollmilch macht sich aufgrund ihres Fett- und Laktosegehaltes mitten in der Nacht nur allzu oft mit Bauchzwicken und anderen Zuständen bemerkbar.

Faultier-Fazit:

Ok, wir geben es zu: Die beruhigende Wirkung von heißer Milch mit Honig ist wohl eher tröstlichen und fröhlichen Kindheitserinnerungen geschuldet, als wissenschaftlichen Tatsachen.

Dennoch bleibt es Fakt, dass heiße Milch mit Honig schmeckt, angenehm sättigt und wärmt. Beherzigst du die folgenden Punkte, spricht überhaupt nichts dagegen, bei Einschlafproblemen hie und da auf das süße, alte Hausmittel zurückzugreifen:

  • Erhitze die Milch nicht zu stark: Sie sollte maximal handwarm sein, um die wertvollen Nährstoffe darin zu erhalten.
  • Verwende unbehandelten Bio-Honig.
  • Verrühre nur einen kleinen Löffel Honig in der warmen Milch: Schließlich soll der Schlummertrunk dir dabei helfen, deinen Schlaf zurück zu erobern und nicht dem Karies dabei behilflich sein, deine Zähne zu erobern!
  • Du magst oder verträgst keine Kuhmilch? Probiere es ruhig auch mal mit pflanzlicher Milch, wie Mandelmilch.
  • Genieß die Mischung vor dem Zähneputzen – der einzig richtige Zeitpunkt!

Warme Füße, bitte!

„Mit kalten Füßen schläft sich’s schlecht!“ Wo Oma recht hat, hat sie recht. Warme Fußbäder und Kuschelsocken (obendrein möglicherweise von liebevoller Omahand gestrickt) gelten als Garant für wohlige Entspannung und ruhigen Schlaf – und das eigentlich „seit immer schon“, oder zumindest, seit wir uns erinnern können. Jedoch: Aus gutem Grund oder aus rein nostalgischen Motiven?

Oma hat’s immer schon gewusst!

…stimmt, aber unter uns: Sogar die weisen Omas dieser Welt müssen den Tipp ja irgendwann mal von irgendwem gehört und sich abgeschaut haben. (Das haben wir aber jetzt nicht laut gesagt, pssst!) Und wir wissen ganz genau, wer dieser Jemand war: Kein geringerer als der bekannte „Pfarrer Kneipp“ nämlich. Schon im 19. Jahrhundert erkannte er „ansteigende“ (sich langsam erwärmende) Fußbäder als wirksame Therapie für Leute mit Einschlafproblemen. Die wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele sollte helfen, zur Ruhe zu kommen.

Im Laufe der Zeit entdeckte man, dass ein Anreichern des Wassers mit angenehmen Düften die beruhigende Wirkung verstärkt: Aus Omas Badschränkchen wohlbekannt sind zum Beispiel Fichtennadel– und Latschenkieferaroma. Anschließend dicke, warme Socken überziehen, ab unter die Bettdecke und gute Nacht.

Aber…

Nix aber, einer Oma widerspricht man nicht! Und dem besagten Pfarrer in diesem Fall auch nicht.

Heute weiß die moderne Wissenschaft freilich mehr, doch auch neuere Erkenntnisse untermauern lediglich, was Pfarrer Kneipp und Oma längst erkannt hatten: Ist es „untenherum“ schön warm, schläft man besser ein.

Werden die Füße durch ein Fußbad oder dicke Socken gewärmt, wird im Körper ein „einschläfernder“ Prozess in Gang gesetzt. Die Wärme führt dazu, dass sich die Gefäße in Beinen und Füßen weiten, wodurch deren Durchblutung gefördert wird. Die Füße beginnen Wärme abzugeben, die Körperkerntemperatur sinkt: Dieser deutliche Temperaturabfall bewirkt, dass du dich müde und schläfrig fühlst. Deinem Gehirn wird signalisiert: Es ist Zeit zum Schlafengehen.

Übrigens! Auch, wenn viele überzeugte Schlafsocken-Verweigerer das Folgende nicht gerne lesen werden: Ja, eine amerikanische Studie bestätigt tatsächlich, dass Sockenträger im Schnitt schneller einschlafen als Barfuß-Schläfer.

Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings doch: Personen mit Kreislaufproblemen, Krampfadern und Gefäßerkrankungen sollten derartige „Wärmebehandlungen“ keinesfalls in Eigenregie durchführen, sondern vorab unbedingt mit einem Arzt abklären. Auch, wenn du krank bist und Fieber hast, solltest du insbesondere ansteigende Fußbäder nicht ohne ärztliche Erlaubnis durchführen.

Faultier-Fazit:

Einfach, gemütlich, wirksam: So mögen wir das! Sowohl Fußbäder, als auch Schlafsocken, als auch eine Kombination der beiden Wärmespender setzt den oben beschriebenen Prozess in Gang. Welche Variante du anwendest, kommt ganz auf deine individuellen Vorlieben an – verlassen kannst du dich jedenfalls auf beide. Sowohl Socken, als auch Fußbad werden dich selig einschlummern lassen!

Möchtest du gerne einmal ein „ansteigendes“ Fußbad nach Pfarrer Kneipp ausprobieren? So funktioniert’s:

  • Befülle einen großen Kübel mit Wasser: Es sollte ca. 33 °C warm sein. Bereite einen Krug (oder eine Schüssel) mit heißem Wasser vor.
  • Setze dich bequem hin und tauche deine nackten Füße in den Kübel.
  • Nun gieße Schritt für Schritt etwas von dem heißen Wasser nach, um die Temperatur des Bades langsam zu steigern. Lass dazwischen jeweils einige Minuten verstreichen.
  • Versuche bewusst zu erspüren, wie die angenehme Wärme sich von deinen Füßen aufwärts langsam in deinem ganzen Körper verteilt… Und sich pure Entspannung breit macht.
  • Nach ca. 1/2 Stunde sollte dein heißes Wasser verbraucht sein und das Bad die Höchsttemperatur erreicht haben. Nimm die Füße nun aus dem Wasser.
  • Spüle deine Füße unter der Dusche kalt ab und trockne sie sanft ab. Zieh deine Lieblingssocken an, roll dich unter deiner Bettdecke ein und schlaf gut!

 

Das Gute-Nacht-Bierchen

„Prost und gute Nacht!“ …auch ein spannender Ansatz, eigentlich. Doch zu Omas Verteidigung: Nein, SO hat sie das bestimmt nie gesagt – und schon gar nicht gemeint. Trotzdem ist das kleine, abendliche Bierchen als Schlafbeschleuniger wohlbekannt, seit jeher und über Generationen hinweg. Ein Bier vor dem Zubettgehen als altes, wirksames Hausmittel: Ernsthaft? Ist das nur wieder „so ein altes G’schichterl“ oder doch die verblüffende Wahrheit?

Oma hat’s immer schon gewusst!

Ja, Hopfen ist bekannt für seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Er entspannt die Muskeln und hilft, zur Ruhe zu kommen. Auch gibt es tatsächlich Studien, die belegen, dass die Kombination aus Alkohol und Hopfen – übersetzt: Bier – das Einschlafen deutlich beschleunigt.

Aber…

Das war es auch schon mit den guten Nachrichten. Zwar erleichtert dir ein kleines Abendbierchen das Einschlafen, das Durchschlafen macht es dir dafür umso schwerer – wenn nicht sogar unmöglich. Bereits nach einigen Stunden zeigt der Körper „Entzugserscheinungen“, die in der zweiten Nachthälfte für gestörten Schlaf sorgen können: Häufiges Aufwachen, verstärktes Schwitzen, großer Durst aufgrund leichter Dehydrierung, Herzrasen. Während dein Körper mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist, geraten Schlaf- und Traumphasen durcheinander, du wälzt dich im Bett unruhig von einer Seite auf die andere… Bis es plötzlich früher Morgen ist und du dich erledigter denn je fühlst.

Faultier-Fazit:

Ach, hat uns die Oma da etwa einen Schlafbären auf die schnarchende Nase gebunden? Nein, diese Behauptung wäre ungerecht.

Dass Hopfen eine schlaffördernde Wirkung aufweist, ist unbestritten und wissenschaftlich fundiert. Ein gänzliches Infragestellen der Wirksamkeit dieses Hausmittels ist daher nicht zielführend – viel eher stellt sich die Frage des „Wie?“ in Bezug auf die Anwendung.

Grundsätzlich wird vom Genuss von Bier vor dem Schlafengehen überwiegend abgeraten. Wirksamer und gesünder ist es, einen Aufguss aus getrocknetem Hopfen (aus der Apotheke) zu trinken, im Idealfall kombiniert mit Baldrian. Auch ein abendliches Hopfenvollbad gilt als hilfreich.

Du vertraust trotzdem lieber auf das altbewährte Hausmittel? Keine Sorge, ab und zu darfst du dir ruhig eine kleine Menge Bier vor dem Zubettgehen gönnen. Beachte dabei aber bitte die folgenden Punkte:

  • Wenn schon Bier, dann warm: Ja, ein warmes Bier ist eine Sünde, aber trotzdem! Dein Gute-Nacht-Bier solltest du erhitzen, um den Großteil des Alkohols verfliegen zu lassen.
  • Auch aus anderem Grund sollte dein Bier zumindest handwarm sein: Trinkst du es eiskalt, muss dein Körper sehr viel Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu regulieren. Folglich ist er wieder „zu beschäftigt“, um zur Ruhe zu kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit verstärkten Schwitzens.
  • Das auch noch. Nicht nur warm soll dein Bier sein: Um die beruhigende Wirkung zu verstärken, rühre einen Teelöffel Honig ins warme Bier. Hmmm, oder lass es doch lieber sein und greife zu anderen Rezepten…

Oma-Hausmittel-Kräuter

Lavendel-Duftsäckchen im Schlafzimmer

Jö schau, ein kleines, kitschiges Duftsäckchen mit Lavendel drin… Hatte nicht genau so eines die Oma immer im Schlafzimmer, irgendwo zwischen Kleiderkasten und Bett, hängen? Ja, allerdings! In den Kräutergärten sämtlicher Großmütter blühen die verführerisch duftenden, lila Blümchen nicht umsonst: Seit Generationen schwören die Menschen bei Schlafproblemen auf die entspannende Wirkung von Lavendel. Früher klassisch verpackt in kleinen Duftsäckchen oder zu Sträußchen gebunden. Nun wollen wir es genau wissen: Wie viel Wirkung steckt wirklich in Omis vermeintlichen, nach Lavendel duftenden „Staubfängern“?

Oma hat’s immer schon gewusst!

Lavendel hilft: Er hat erwiesenermaßen eine beruhigende Wirkung bei Stress, innerer Unruhe – und Einschlafstörungen. Auch in der modernen Medizin hat sich der Echte Lavendel als Arzneimittel gegen Schlafprobleme bewährt: Die Apothekenregale sind voll mit unterschiedlichsten Präparaten.

Omas Lavendel-Duftsäckchen neben dem Bett mag also möglicherweise „kitschig“ sein, hat sich über die Jahrzehnte aber bewährt. Nicht nur fördert das beruhigende Lavendelaroma das Einschlafen, es schützt auch vor anderen nächtlichen Störungen: Der Duft von Lavendel vertreibt zum Beispiel Gelsen und anderes lästiges Insektengetier aus dem Schlafzimmer.

Platzierst du das Duftsäckchen strategisch günstig in der Nähe von, oder direkt in, deinem Kleiderschrank, schützt es dich zusätzlich vor Motten.

Aber…

Den intensiven Duft von Lavendel muss man mögen. (Oder ihn heroisch dulden, bis man sich irgendwann an ihn gewöhnt hat.) Deine Nase hat hier also ein großes Wörtchen mitzureden: Ist dir wegen der schweren „Lavendelluft“ in deinem Schlafzimmer jeden Abend mulmig, „schwummerig“ und schlichtweg mies zumute, wirst du erst recht keinen ruhigen Schlaf finden.

Faultier-Fazit:

Wie sich herausstellt, haben unsere Omas die kleinen Säckchen nicht nur zu rein dekorativen Zwecken in ihren Schlafzimmern deponiert, sondern gleich aus mehreren guten Gründen. Kannst du Lavendel grundsätzlich „gut riechen“, ist dieses Hausmittel für Einschlafprobleme auf jeden Fall einen Versuch wert!

Du möchtest keine Duftsäckchen aufhängen? Besorge dir Lavendelöl und träufle einige wenige Tropfen davon auf deinen Kopfpolster oder deinen Pyjama. Auch Duftlampen sind ein „duftiger“ Tipp fürs Schlafzimmer. Zudem sind im Fachhandel richtige Lavendelkissen, die du direkt ins Bett mitnehmen kannst, erhältlich.

Auch Aromabäder mit Lavendel oder das Trinken von Lavendeltee hilft dir, abends zu entspannen. Tee aus Lavendelblüten schafft übrigens auch bei gereiztem Magen und anderen Verdauungsstörungen Abhilfe.

Hatte deine Oma spezielle Hausmittel gegen Schlaflosigkeit? Wir sind neugierig und würden uns freuen, gemeinsam in Kindheitserinnerungen zu schwelgen…

Text: HONGi / Bilder: Dani Rendina und Brooke Lark

Bist du bereit für dein neues Schlaferlebnis?

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