HONGi daheim: Wie du trotz Corona Krise zu gutem Schlaf findest

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Ewiges im Bett wälzen, tausende Gedanken im Kopf, unruhiger Schlaf, gestört von unangenehmen Träumen. Auch so können die Nächte in den Zeiten der Corona-Krise aussehen. Viele Forscher haben schon am Anfang der Krise gesagt, dass sich die soziale Isolation, Unsicherheit und mäßig dosierten Informationen, wie es weiter geht, auf unseren Schlaf negativ auswirken könnten. Stöbert man in den sozialen Medien, stößt man auch auf viele Beiträge, in denen Menschen klagen, dass sie schlecht träumen oder Schlafprobleme haben. Hatten die Forscher also Recht? Und was kann man gegen schlechten Schlaf in diesen Zeiten tun?

Das Leben von uns allen wurde von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt. Während soziale Kontakte, Kinobesuche und Essen in einem Restaurant für manche zur täglichen Routine gehört haben, wurde fast über Nacht aus einem bunten, gesellschaftlichen Leben eine einsame Geschichte mit geschlossener Gastronomie und leeren Geschäften, für viele sogar mit Arbeitsverlust verbunden. 

Kein Wunder, dass solch unerwartete Umstellung tief in unserem Unterbewusstsein für Unsicherheit sorgt und unseren Schlaf negativ beeinflusst. Doch trotz aller Erwartungen der Forscher, schlafen wir in den Coronazeiten anscheinend doch nicht so schlecht, wie prophezeit wurde. Doch warum ist das so?

 

Schlaflos durch die Nächte?

Zur Beginn der Corona-Krise haben Forscher mit massiven Schlafstörungen der Bevölkerung gerechnet und tatsächlich klagen viele über schlechte Träume und Probleme beim Einschlafen. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: Viele Zukunftsängste, unsicherer Arbeitsplatz, Angst vor der Krankheit selbst oder Angst um die Angehörigen lassen unser Gedankenkarussell nicht zur Ruhe kommen. In unseren Träumen werden genau diese Ängste abgearbeitet. Deshalb stehen viele von uns müde und erschöpfter auf, als vor der Krise. Doch der Trend geht genauso auch in die andere Richtung. 

Während manche mit schlechterem Schlaf kämpfen, entwickelte sich auch eine andere Gruppe, und zwar Menschen, die plötzlich ausgeschlafener und erholter sind. Doch woran liegt es? Die Antwort ist wieder ganz simpel: Deutlich weniger Stress, mehr Freizeit, Entspannung und Ruhe verändern auch unser Schlafverhalten.

 

Ruhe in Person

Während ein typischer Alltag für manche Familien schon mit einer stressigen Morgenroutine beginnt, weil man pünktlich in die Schule und zur Arbeit kommen muss, hat sich dieser Stress aktuell deutlich reduziert. Dem Homeoffice und Homeschooling sei Dank! Doch auch die restlichen, sonst angenehmen Freizeitaktivitäten führten zu Stress. Zwar zu positivem, aber Stress ist am Ende des Tages immer noch nur: Stress. Und so kann ein prall gefüllter Kalender ebenfalls unseren Schlaf negativ beeinflussen. Auch wenn darin nur sportliche Aktivitäten und Treffen mit Freunden stehen.

Schlaf-Corona

Somit hat diese Ruhe, zu der wir gezwungen wurden, auch etwas Gutes. Viele Menschen sind entspannter, genießen die neu gewonnene Freiheit von ihrem Kalender und müssen keine Ausreden suchen, warum etwas nicht geht. Auch die intensive Zeit mit der Familie oder dem Partner kann sich sehr positiv auswirken. Mehr Geborgenheit und Liebe schaffen eine Zeit der intensiven Gefühle und festigen Beziehungen. Trotz allen Herausforderungen, die auf uns tagtäglich warten. 

Falls du allerdings zu den Menschen gehörst, die plötzlich unter Schlafstörungen leiden, haben wir hilfreiche Tipps für dich, wie du deinen Schlaf erheblich verbessern kannst. Und zwar sehr schnell und einfach!

 

Schlaf gut, schlaf besser

Dein Alltag hat sich massiv verändert. Weniger Zeit außerhalb deiner vier Wände, weniger körperliche Aktivitäten, weniger Ablenkung und mehr Ängste bestimmen vielleicht dein Leben. Damit deine Nächte nicht zum Albtraum werden, solltest du diese Punkte beachten:

Deinen Tagesrythmus beibehalten: Klar, es ist sehr verlockend bis 2 Uhr in der Nacht Netflix zu schauen und bis 12 Uhr zu schlafen. Aber versuche deine Tage so normal wie möglich zu gestalten. Stehst du unter der Woche immer um 7 auf? Dann ziehe deine Schlafenszeiten nicht unnötig in die Länge. Klar, gerne kannst du bis 8 im Bett bleiben, aber wer statt 7 Stunden plötzlich 12 Stunden durchschläft, der wird am Abend kaum müde sein. Außerdem wirkt sich zu viel Schlaf auch negativ auf dein Wohlbefinden aus. Versuche also deine üblichen Schlafenszeiten einzuhalten. 

Raus mit dir: Auch wenn die Motivation vielleicht fehlt, versuche jeden Tag einen Spaziergang zu machen. Gehe an die frische Luft, bewege dich ausreichend, damit du abends schön müde wirst. Hast du auch im Homeoffice viel zu tun? Dann nütze die Abendstunden für eine Auszeit außerhalb deines Zuhauses! Zum Glück ist es abends wieder länger hell draußen, so kannst du auch nach einem Arbeitstag noch bei Tageslicht raus gehen.

Schön nüchtern bleiben: Alle Sorgen im Wein ertränken? Bloß nicht. Ein Gläschen zum Abendessen ist natürlich in Ordnung, aber wenn du denkst, du wirst im Rausch schneller einschlafen und besser schlafen können, dann irrst du dich gewaltig! Wir haben diesem Thema schon einen ganzen Blogbeitrag gewidmet und wir können dir versichern: Zwar wirst du anfangs schnell einschlafen, doch umso unruhiger wird deine Nacht ausfallen. Denn der Alkohol wirkt zwar anfangs entspannend, aber er wird im Laufe der Nacht bis zu dem Level abgebaut, an dem er stimulierend wirkt. Und zu diesem Zeitpunkt wachst du auf! Abgesehen davon trocknet er deinen Körper aus und verstärkt den Harndrang. Auch nicht gerade schlaffördernd. 

Ohne Sorgen ins Bett: Rauben dir viele Fragen und Unsicherheiten deinen Schlaf? Kannst du deshalb abends kaum deine Augen schließen? Das ist völlig normal, doch du musst deine Sorgen nicht mit ins Bett nehmen. Baue sie in deinen Alltag ein. Wie? Bestimme eine Zeitspanne, in der du dich genau deinen Sorgen und Problemen widmen wirst. Nimm dir beispielsweise zum Mittag eine Viertelstunde Zeit, um alle deine Sorgen und Probleme aufzuschreiben. Alle Gedanken, die dich nicht in Ruhe lassen, kannst du auf Papier bringen und dich damit beschäftigen. Wenn die Zeit um ist, konzentriere dich wieder auf deinen Alltag. So kannst du abends mit einem klaren Kopf ins Bett gehen. Auch eine To-Do-Liste hilft dir dabei, zu entspannen und besser einzuschlafen. 

 

Mit diesen 4 Punkten steht einer ruhigen Nacht nichts mehr im Weg. Wir wünschen dir noch eine entspannte und gemütliche Zeit zu Hause. Eine deutliche Lockerung ist langsam in Sicht, das könnte zu deinem besseren Schlaf auch einen Teil beitragen. Denn die Vorfreude steigt! Wir sind uns sicher, dass auch diese Krise bald vorbei zieht und wir zu unserem gewohnten Alltag wieder zurückkehren können. Doch vergiss nicht: Weniger Stress und mehr Zeit für dich solltest du dir auch für die Zeit “danach” einplanen. Es tut uns allen gut. 

 

Text: HONGi / Bilder: saulgarcialeyva und Jelena Mirkovic

 

Bist du bereit für dein neues Schlaferlebnis?

2 Kommentare

  1. Danke für die guten Tipps. Ich habe die schlechte Angewohnheit, mich vor dem Einschlafen im Bett noch auf Social Media und Nachrichtenseiten herumzutreiben und gerade im Moment werden dadurch meine Sorgen und Ängste jede Nacht frisch befeuert. Das sollte ich mir abgewöhnen!

    Antworten
    • Lieber Anton,

      es ist gut, dass du deine schlechte Angewohnheit bereits erkannt hast. Du kannst dir eine gewisse Zeit am Tag für Social Media und Nachrichten einplanen.
      So bleibst du informiert und musst dich vor dem Schlafen nicht mehr damit beschäftigen.

      Liebe Grüße
      dein HONGi Team

      Antworten

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