Vom Würstchenbrater zum Grillmeister: Mit diesen Tipps kreierst du die heißesten Gerichte auf deinem Griller!

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Warum sehen all diese gegrillten Steaks und Gemüse in jeder Gourmet-Zeitschrift so unglaublich lecker aus, während du halbverbrannte, halbrohe und matschige Stücke von deinem Griller herunter kratzt? Wie machen die das, dass dich ihr Fleisch so saftig und gleichzeitig vom Feuer geküsst von jedem Bild anlächelt, während für deine “Grillkünste” ein Steak schon fast zu schade ist? 

Möchtest du beim nächsten Grillfest als wahrer Meister der Holzkohle da stehen, haben wir für dich zahlreiche Tipps gesammelt, mit denen du noch so anspruchsvolle Gäste beeindrucken kannst. Denn ein Grillmeister wird nicht geboren – er wird gemacht. Also an die Grillzange, fertig, los!  

Fleischeslust

Nicht jedes Fleisch eignet sich fürs Grillen! Klar, du kannst zu Rind, Schwein, Geflügel, Lamm oder auch zu Wild greifen. Es gibt unzählige Möglichkeiten und noch mehr Teilstücke von jedem Tier, die auf deinem Griller potenziell landen könnten. Trotzdem solltest du folgende Sachen beachten:

  • Fettreiches Fleisch trocknet weniger aus.
  • Zu fettiges Fleisch tropft allerdings auf die Grillkohle und erzeugt somit krebserregende Stoffe.
  • Geflügel am Besten mit der Haut grillen, damit es schön saftig bleibt.
  • Hände weg von gepökeltem Fleisch oder roten Würstchen: Wird Pökelsalz stark erhitzt, können sich hochgradig krebserregende Nitrosamine bilden.
  • Achte auf Qualität. Je besser dein Fleisch ist, desto besser wird das Ergebnis sein.
  • Mariniere dein Fleisch immer selber! 
  • Je nachdem, welche Fleischart du wählst, kannst du das Würzen erst im Nachhinein durchführen. Ein gutes Steak kann zum Beispiel nach dem Grillen gesalzen und gepfeffert werden. Mehr braucht es nicht. Klassische Marinaden oder trockene Rubs trägst du besser schon am Tag davor auf. 
  • Dein Fleisch (außer Geflügel) sollte immer Zimmertemperatur haben, bevor es auf dem Griller landet.
  • Beim Wenden das Fleisches nie mit einer Gabel einstechen, sonst läuft der Saft aus.
  • Achte auf die richtige Grilltemperatur – mehr dazu findest du unten.

 Huhn-grillen-Geflügel

Lieber vegetarisch

Bist du nicht so ein Fleischtiger? Oder möchtest du eine abwechslungsreiche Beilage zu deinem Fleisch kreieren? Kein Problem! Fast alle Gemüsesorten eignen sich für den Griller. Am häufigsten findest du allerdings Zucchini, Champignons, Paprika, Maiskolben und Kartoffeln bei jeder Grillparty. Doch es gibt so viel mehr Gemüse, welches du grillen kannst: Tomaten, Süßkartoffeln, Knoblauch, Spargel, Karotten, Zwiebeln – all diese Sorten können zu spannenden Beilagen oder schmackhaften Gerichten werden, wenn du sie richtig grillst.

Als leckeres Grillgemüse mit frischen Kräutern, oder doch lieber als abwechslungsreiche Spieße mit Grillkäse? Grundsätzlich stehen dir alle Möglichkeiten offen. Beachte nur folgende Regeln:

  • Je wässriger ein Gemüse ist, desto schneller kann es matschig werden.
  • Gemüse lieber nur bei niedriger Temperatur und langsam indirekt garen.
  • Beim direkten Grillen das Gemüse mit Marinade, Öl oder Butter bepinseln.
  • Wird das Gemüse mariniert oder eingeölt, lieber zu Grillgeschirr greifen. 
  • Achtung – manche Gemüsesorten können beim direkten Grillen Bitterstoffe entwickeln!
  • Gemüsesorten mit ähnlicher Garzeit miteinander kombinieren (Kartoffeln und Maiskolben brauchen länger als Tomaten und Pilze.)
  • Salz immer erst am Ende verwenden.

Fragst du dich, welche Gemüse-Rezepte am besten sind? Neben den klassischen Spießen und Grilltassen kannst du gerne auch gefüllte Paprika oder Tomaten auf dem Griller zubereiten. Aber auch Kartoffeln oder Maiskolben, die du in Alufolie gewickelt direkt in die Glut legst, schmecken hervorragend. 

Frische Fische

Jetzt wird es spannend. Denn einen Fisch zu grillen, das trauen sich nicht viele. Die meisten von uns denken nämlich, es sei sehr kompliziert und schwer, einen Fisch auf einem Griller zuzubereiten. Dabei ist es recht simpel – wenn du diese Regeln befolgst:

  • Erlaubt ist, was schmeckt, aber einfacher zu grillen sind Fischsorten mit eher festem Fleisch, sowie fettreiche Sorten. (Lachs, Forellen oder Makrelen)
  • Qualität hat ihren Preis, lohnt sich aber. Spätestens beim Grillen ist hohe Qualität von Vorteil!
  • Etwa 3 Stunden vor dem Grillen kannst du deinen Fisch in einer öligen Marinade einlegen. Vor dem Grillen aber bitte abtupfen.
  • Bei einem ganzen Fisch: schneide ihn in Abständen von etwa 2 cm quer ein. 
  • Filets immer auf der Hautseite grillen: Das schützt vor Austrocknung. 
  • Damit leichte Fischfilets nicht auseinander fallen, packe sie in Alufolie ein, greife zu speziellem Grillgeschirr oder zu Alutassen. Vorher alles gut einölen!
  • Alternativ kannst du auf dem Rost Zitronenscheiben platzieren und darauf die Fische grillen. Ist gut gegen Verkleben und gibt tolles Aroma.
  • Ein ganzer Fisch benötigt – je nach Dicke – 10-20 Minuten, Filets hingegen nur 6-10 Minuten, um gar zu werden.

Fisch ist gesund und meistens kalorienarm – ein wahrer Schatz der Grillküche. Er schmeckt hervorragend und ist schnell zubereitet. Aber nicht nur Fisch, auch verschiedene Meeresfrüchte eignen sich bestens für den Griller: Garnelen, Tintenfisch, Hummer, Krabben oder Muscheln – alles ist erlaubt!

Fisch-grillen

Perfekt temperiert

Damit deine Grillgerichte auch genauso werden, wie du es dir wünschst, ist es ratsam, auf die richtige Temperatur zu achten. Für den Anfang kannst du dich nach diesen Werten richten:

  • Steak 230-280 °C
  • Geflügel 140-200 °C
  • Wild 130-180 °C
  • Gemüse 150-180 °C
  • Fisch 100-175 °C

Warum für den Anfang? Nun ja, Grillerei an sich ist eine richtige Wissenschaft. Möchtest du sie perfekt beherrschen, musst du ihr viel Zeit widmen und ausprobieren. Hast du den Fleischer deines Vertrauen gefunden, kannst du dich durch verschiedene Sorten durchtesten und auch mit der Temperatur ein wenig spielen. Manchmal machen schon wenige Grade Unterschied viel aus! 

Abgesehen von der Temperatur gibt es noch einige Faustregeln, an die du dich halten kannst:

  • Je dünner das Fleisch, desto höher sollte die Grilltemperatur gewählt werden. Heiß und schnell soll es gehen.
  • Dünnes Grillgut also dicht über der Wärmequelle, bei einem voll geheizten Griller, auf den Rost legen. So wird es nicht “übergaren” und bekommt trotzdem eine schöne Grill-Kruste.
  • Je dicker das Fleisch, desto langsamer sollte es gegart werden. Sonst verbrennt die Oberfläche.
  • Für langes Garen benötigst du eine indirekte Zone – mit einem geschlossenen Deckel zirkuliert die warme Luft um das Grillgut und gart dieses schonend.
  • Besonders für dickere Steaks oder Hähnchen ist das sogenannte Rückwärtsgaren bestens geeignet: Vorerst indirekt langsam garen, am Ende direkt grillen, um eine schöne Kruste zu erzeugen.
  • Wenn du deine Grillkünste perfektionieren willst, besorge dir ein Thermometer für die Messung der Kerntemperatur. Damit wirst du dein Fleisch immer perfekt zubereiten können. Innen saftig, außen schön knusprig!

Temperatur ohne Thermometer bestimmen

Hast du einen Griller ohne Temperaturanzeige? Die Temperatur vom Griller lässt sich durch einen simplen Handtest grob bestimmen. Du musst dafür deine Hand etwa 12 cm über den Grillrost halten. Je nachdem, wie lange du die Hitze aushältst, desto heißer ist die Grilltemperatur. Grundsätzlich gilt: 

Hältst du 8 -10 Sekunden aus, liegt die Temperatur bei 110-170 °C. Bei 5-7 Sekunden liegt die Temperatur etwa bei 170-230 °C. Und wenn du bereits nach 1-4 Sekunden deine Hand wegziehen musst, ist dein Griller auf 230-300 °C vorgeheizt. 

Wir hoffen, unsere Tipps bringen dich weiter und helfen dir, bei der nächsten Grillparty richtig zu glänzen! Denn grillen kann jeder, aber richtig gut grillen muss man lernen! Hast du noch weitere Tipps, die garantiert funktionieren und jede Grillerei zu einem Erlebnis machen? Lass es uns wissen. Wir sind gespannt!

 

Text: HONGi / Bilder: El Chefo, zaclyric, RitaE

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