Was sind Stockflecken?

Als “Stockfleck” bzw. “Stockflecken” bezeichnet man den sichtbaren Schaden auf Textilien, die sich zumeist durch gelbliche bis bräunliche Flecken bemerkbar machen, wobei die Ränder zumeist etwas dunkler als der restliche Fleck sind. Mit Stockflecken geht oft auch ein unangenehmer muffiger Geruch einher. Die Bezeichnung “Stockflecken” kommt vom Vorgang des Stockens von Feuchtigkeit, wenn diese also nicht zeitnah austrocknen kann.

 

Wie entstehen Stockflecken?

Sowohl auf Matratzen als auch auf ihren Außenbezügen sowie generell auf weichen Textilien, können Stockflecken entstehen: Ein Stockfleck entsteht immer dort, wo Feuchtigkeit und Nässe nicht schnell genug verdunsten und sich über längere Zeit auf einer Fläche ablagern können. Mitverantwortlich für die Bildung der Flecken sind Schimmelpilze, die sich aufgrund des feucht-warmen Klimas rasch ausbreiten bzw. vermehren können. Diese Schimmelbildung ist auch für den doch recht muffigen Geruch von Stockflecken verantwortlich.

In einer Matratze entsteht ein Stock-Fleck, wenn die Matratze nicht ausreichend belüftet ist, die Frischluftzufuhr also ungenügend ist und die Atmungsaktivität  der zum Einsatz kommenden Materialien zum Verhängnis wird. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Schlafunterlage auf dem Boden liegt, statt auf einem Lattenrost und nicht regelmäßig belüftet wird: Die Zwischenräume zwischen einzelnen Leisten oder Tellern eines Lattenrostes ermöglichen nämlich eine Belüftung der Matratze von unten, während sich bei einer auf dem Boden liegenden Matratze Feuchtigkeit stauen kann – die Matratze stockt.

Wenn keine frische Luft an die Schlafunterlage kommt, können schnell Stockflecken oder sogar Schimmelflecken entstehen. Auch bei Matratzen, die aus wenig atmungsaktiven Materialien bestehen, kann es dazu kommen, dass zu viel Transpirationsnässe in der Matratze verbleibt und die Stockfleck-Bildung begünstigt wird.

 

Wie lassen sich Stockflecken entfernen?

Ist der Außenbezug einer Matratze von Stockflecken betroffen, so lassen sich diese häufig mit ein paar Hausmitteln entfernen. Haben Stockflecken jedoch bereits die Matratze selbst befallen, ist es in jedem Fall ratsam, schnell tätig zu werden, bevor sich Schimmel bilden kann.

Von der Verwendung aggressiver Chlorreiniger ist aus gesundheitlichen Gründen eher abzuraten. Das gleiche gilt für Essigessenz als Reinigungsmittel – auch wenn diese natürlichen Ursprungs ist, stellt sie eine Herausforderung für so manches Atemwegssystem dar und kann zu reizend wirken.

Als natürliches Hausmittel um Stockflecken zu entfernen, hat sich dagegen schon lange Buttermilch bewährt. Ist nur der Matratzen-Bezug betroffen, reicht es aus, diesen für eine Weile in Buttermilch zu legen und ihn anschließend in der Wäsche zu waschen. Sind die Textilien für die Waschmaschine geeignet, reicht bereits eine Wassertemperatur von 60 Grad Celsius in den meisten Fällen aus, um Stock-Flecken zu entfernen.

Alternativ kann aber auch ultraviolettes Licht dabei helfen, Stockflecken zu entfernen – eine Speziallampe ist hierfür nicht nötig, lediglich ein ausreichend warmer und sonniger Tag sollte es sein, da die Sonne eine wunderbare Quelle von UV-Strahlung ist. Es gilt dann bloß, die Matratze hochkant für einige Stunden nach draußen an die frische Luft zu stellen und die Matratze regelmäßig neu auf die Sonne auszurichten.

Sind die Stock-Flecken allerdings bereits zu ausgewachsenen Schimmel-Flecken geworden, hilft alles nichts: Die Matratze sollte umgehend entsorgt und ausgetauscht werden, andernfalls riskiert man gesundheitliche Beeinträchtigungen der Atemwege oder gar Schlimmeres.

 

Wie kann man Stockflecken vorbeugen?

Stockflecken kann man bereits gut vorbeugen, indem man darauf achtet, die Luftffeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden zu reduzieren. Idealerweise lüftet man das Schlafzimmer zweimal täglich stoßweise für etwa 10 Minuten.

Es bietet sich zugleich an, die eigene Bettdecke gleich nach dem Aufstehen zurückzuschlagen, sodass die Matratze besser auslüften kann. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass die Bettwäsche nach einem Waschvorgang vollständig getrocknet ist, bevor das Bett neu bezogen wird. So lässt sich zusätzliche Feuchtigkeitsansammlung auf Matratze und Matratzenbezug vermeiden.

Die Verwendung eines Lattenrostes ist generell aus Gründen der Luftzirkulation empfehlenswert – egal ob klassischer Lattenrost mit Leisten, Tellerlattenrost, elektrisch verstellbarer Lattenrost oder gar Europaletten als Bett-Unterbau. Zwar ist der Einsatz von auf dem Boden liegenden Matratzen in gut belüfteten Räumen mit relativ geringer Luftfeuchtigkeit in der Regel unproblematisch, die Textilien sollten jedoch hinsichtlich möglicher Stockfleck-Bildung stets im Auge behalten werden.

Auch wer beim Matratzenkauf auf atmungsaktive Materialien achtet, kann Stockflecken-Bildung in der Matratze vermeiden und ihnen vorbeugen.

 

2 Kommentare

  1. Hallo,
    danke für den Beitrag! Solche Stockflecken können die Wäsche etc. schonmal versauen!! Welche Art von Lattenrost bietet denn die beste Belüftung?
    Viele Grüße!

    Antworten
    • Hi Lara! Danke für dein freundliches Feedback. 🙂 Die Art von Lattenrost ist für die Belüftung unerheblich. Ob Federholzrahmen, Tellerlattenrost oder Palettenunterbau: Wichtig ist nur, dass die Luft gut zirkulieren und Feuchtigkeit effektiv abgeleitet werden kann. Bei der Auswahl des Lattenrostes sollten vor allem die Bedürfnisse und physiologischen Voraussetzungen der SchläferInnen berücksichtigt werden. (Schlafposition, Gewicht, etc.) Liebe Grüße, dein HONGi Team

      Antworten

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