Lattenrost

Auch: Lattenrahmen

Der sogenannte „Lattenrost“ oder „Lattenrahmen“ ist ein wichtiger Bauteil des Bettes: Es handelt sich dabei um einen variabel reagierenden Bettboden, der für optimale Unterfederung der Matratze sorgt und den Liegekomfort dadurch beträchtlich steigert.

Der Lattenrost ist ein stabiler, rechteckiger Rahmen, der etwas kleiner als der Bettrahmen ausfällt. Auf den vier Rahmenstreben sind bestimmte Trägerelemente angebracht, auf welchen die Matratze ruht: Beim klassischen Federholzrahmen sind dies beispielsweise leicht nach oben gewölbte Federleisten, beim Tellerlattenrost sind darauf zusätzlich dreidimensional drehbare, tellerförmige Kunststoffmodule befestigt.

Lattenroste werden, je nach Modell, aus unterschiedlichen Materialien angefertigt, wie beispielsweise Holz (Hartholz, z.B. Buche), Kunststoff oder Metall.

Der „klassische“ Lattenrost („Federholzrahmen“) besteht aus einem rechteckigen Rahmen, auf welchem elastische, leicht nach oben gewölbte Federleisten (Latten) in gleichmäßigem Abstand und im rechten Winkel zu den beiden Längsstreben des Rahmens angebracht sind. Die Verbindung bilden formstabile Halterungen, z.B. aus Kunststoff oder Kautschuk: Diese sogenannten „Kappen“ oder „Schuhe“ werden am Rahmen befestigt und die Leisten darin eingesteckt.
Dabei wird unterschieden zwischen holmüberlappender und innenliegender Lagerung der Federleisten (Latten):

  • Holmüberlappender Lattenrost („randlose Unterfederung“)
    Als „Holm“ wird der äußere Rahmen des Lattenrosts bezeichnet. „Holmüberlappend“ bedeutet, dass die einzelnen Federleisten über den Rahmen hinausragen: Diese sind direkt AUF den Rahmenstreben angebracht, liegen also oben auf dem Holm auf. Dadurch vergrößert sich die unterfederte Fläche, was für den Schläfer größeren Federungskomfort und bessere Lagerung bedeutet: Das Gewicht wird gleichmäßiger verteilt, die Druckentlastung erhöht und der Körper insgesamt besser gestützt.
    Da holmüberlappende Lattenroste auf gesamter Fläche federnd wirken, eignen sie sich optimal für Doppelbetten- und Matratzen: Aufgrund der speziellen Lagerung der Leisten ist kein starrer Rahmen – und damit keine harte, unflexible Bettmitte – spürbar.
  • Innenliegender Lattenrost
    Hier sind die einzelnen Federleisten im Inneren des Rahmens verankert. Zwar weisen innenliegende Lattenroste keine Federung auf gesamter Fläche auf, dennoch bieten sie einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu holmüberlappenden Modellen sind die Federleisten hier deutlich niedriger gelagert. So verschaffen sie der Matratze auch bei Betten mit geringerer Einlegetiefe ausreichend Halt.

Der Leistenabstand („Lattenabstand“)

Abstand und Breite der Federleisten variieren je nach Modell. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je höher die Federleistenanzahl und je geringer deren Abstand zueinander, desto höher der Liegekomfort.
Zu enge Abstände allerdings sollten dringend vermieden werden: Liegen die Latten zu nahe aneinander, kommt es zu stark eingeschränkter Belüftung der Matratze. Feuchtigkeit würde nicht mehr wirksam „abtransportiert“ und sich immer weiter im Inneren der Matratze anstauen. Mögliche Folgen: Stockflecken, sowie unangenehme Geruchs- und Schimmelbildung.

Welche Lattenrostarten gibt es?

Der klassische „Federholzrahmen“ besteht aus federnden, sanft nach oben gebogenen Leisten, die modellspezifisch fest in den Rahmen eingesetzt oder in flexiblen Trägerelementen („Schuhe“ oder „Kappen“) angebracht werden.
Im Laufe der Zeit hat sich allerdings eine Vielzahl unterschiedlichster, neuartiger Bauarten entwickelt. Heute gibt es zahlreiche Modelle, welche sich in Konstruktion, Leistung und Aussehen stark vom „Klassiker“ abheben: Steuerung mittels Fernbedienung, individuell anpassbare Zonen oder innovative Federungselemente sorgen für stetig optimierten Liegekomfort.

Man unterscheidet allgemein zwischen starren, anpassbaren und beweglichen Lattenrosten:

  • Starre Lattenroste bestehen aus einem festen Rahmen und einzelnen Leisten, welche mittels Halterungen mit den Rahmenstreben verbunden sind.
  • Anpassbare Lattenroste sind mit unterschiedlichen Zonen und/oder zusätzlichen Leisten ausgestattet, welche mittels Regler individuell angepasst werden können.
  • Bewegliche Lattenroste sind in mehrere Abschnitte unterteilt, welche manuell oder mittels Fernbedienung verstellt werden können.

Beispiele für unterschiedliche Lattenrostmodelle:

Der Lattenrost tut dir und deiner HONGi gut

Der Lattenrost ist eine wichtige Ergänzung zur Matratze: Er sorgt für optimale Unterfederung, wodurch Bewegungen noch wirksamer „aufgefangen“, der Körper besser gelagert und die Wirbelsäule entlastet wird.

Die Wahl des richtigen Modells ist eine maßgebliche Voraussetzung für gesunden, erholsamen Schlaf und angenehmen Liegekomfort: Der Lattenrost sollte ausreichend flexibel und federnd sein, dabei allerdings einen gewissen Stützeffekt aufweisen.

Zusätzlich spielt der Lattenrost eine wichtige Rolle hinsichtlich Matratzenklima- und Hygiene. Die Abstände zwischen den einzelnen Federleisten ermöglichen stete Luftzirkulation, wodurch eine optimale Belüftung der Matratze sichergestellt wird: Feuchtigkeit wird effektiv abgeleitet, die Matratze trocknet schneller. Stockflecken, sowie unangenehmer Geruchs- oder Schimmelbildung wird dadurch wirksam vorgebeugt.

Die „Lattenrostabsenkung“

Der Begriff „Lattenrostabsenkung“, auch „Auflagenleisten-Tiefe“ oder „Einlegetiefe“ genannt, beschreibt die Höhe, auf welcher der Lattenrost in den Bettrahmen eingesetzt werden soll. Mittels dieses Werts lässt sich vorab ermitteln, wie weit die Matratze später über den Bettrahmen hinausragt.

Lattenrost = Bettrost?

Nein, nicht ganz. Zwar ist jeder Lattenrost ein Bettrost (Bettboden), aber nicht jeder Bettrost ein Lattenrost. „Bettrost“ oder „Bettboden“ ist der Überbegriff für jenen Bauteil von Betten, welcher als stabile Unterlage für die Matratze dient. Das umfasst beispielsweise allerdings auch Spiralnetzrahmen.

2 Kommentare

  1. Danke für diesen tollen Blog. War sehr interessant zu lesen.

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