Kingsize Bett

Auch: King Size, Standard King Size, King Bed, Eastern King, North American King

Der Begriff „Kingsize Bett“ beschreibt ein besonders großzügig bemessenes Doppelbett.

„King size beds“ selbst, bzw. die Bezeichnung, stammen ursprünglich aus den USA. Für das amerikanische Original ist, auch aufgrund der dort traditionell gängigen Boxspring-Konstruktionen, eine durchgehende Matratze üblich.

Das Kingsize Bett ist, sozusagen, der „große Bruder“ des kleineren Queensize Bettes: Großzügige 74 × 80 inch (193 × 203 cm) misst das „royale Format“.

Mit Größen von bis zu über 200 x 200 cm gilt „King Size“ als das größte im Handel erhältliche Bettenformat.

Das königliche Format

Amerikanische Betten und Matratzen weisen andere Standardmaße auf als jene zahlreicher europäischer Länder. Grund hierfür ist die Umrechnung, welche sich aus den unterschiedlichen Maßsystemen ergibt: 

Die Originalgröße von Kingsize Betten beträgt 76 x 80 inch.
Umgerechnet entsprechen diese Maße 193 x 203 cm.

Da diese Breiten-Längen-Kombination in Europa weder für Bettgestelle, noch für deren Ausstattung gängig ist, wurde das Format entsprechend adaptiert:

Folglich können in (Kontinental-) Europa alle Betten ab einer Größe von 180 x 200 cm, insbesondere aber Doppelbetten in Übergröße, als „King Size“ bezeichnet werden.

In den USA wird zwischen unterschiedlichen King Size Maßen unterschieden, welche zudem unter verschiedenen Namen bekannt sind:

  • Standard King Size
    (auch: Eastern King, North American King)
    76 x 80 inch | 193 x 203 cm

  • California King Bed
    (auch Kingsize California, California King Size, Western King Size Bed)
    72 x 84 inch | 183 x 213 cm

  • Alaskan King Bed
    108 x 108 inch | 274 x 274 cm

Die königliche Größenfrage…

…muss klar bejaht werden: Einzig die Größe macht ein „wahres“ Kingsize Bett aus.

Tatsächlich handelt es sich hierbei, genau wie beim „kleinen Verwandten“ Queensize, ursprünglich um eine reine Größenangabe.

Die Bezeichnung „Kingsize Bett“ alleine ist weder aussagekräftig bezüglich Ausstattung, noch Qualität oder Design eines Bettes. Folglich kann jedes Doppelbett, welches die entsprechenden Maße aufweist, als Kingsize Bett bezeichnet werden: So beispielsweise auch Wasserbetten, Massivholzbetten, Metallbetten und andere.

Sehr häufig kommt es allerdings zu einer Fehlinterpretation der schönen Bezeichnung „Kingsize Bett“, zeichnet diese doch unweigerlich das Bild eines imposanten, luxuriös ausgestatteten, rundum „königlichen“ Bettes. Dieser Beschreibung am nächsten kommen die immer stärker nachgefragten Boxspring-Betten: Oft werden die Begriffe „Kingsize Bett“ und „Boxspring-Bett“, vor allem im deutschen Sprachraum, daher fälschlicherweise als Synonyme genutzt.

Diese oftmalige Begriffsverwirrung rührt daher, dass amerikanische Betten traditionell meist einen Boxspringaufbau aufweisen: Daher ist die Mehrzahl der Kingsize Betten in Boxspring-Ausführung gefertigt.

Der königliche Titel

Lange Zeit waren Bezeichnungen wie „Kingsize“ und „Queensize“ in Europa, insbesondere im deutschen Sprachraum, weitgehend unbekannt. Erst, als sich der Trend „Boxspringbett“ immer weiter im europäischen Raum verbreitete, begannen auch amerikanische Standardgrößen für Betten und Matratzen verstärkt in unseren Sprachgebrauch einzufließen.

Bis heute fix etabliert hat sich dabei am ehesten die Bezeichnung „Kingsize“: Beispielsweise ist diese hierzulande weitaus geläufiger als sein kleineres Pendant, die „Queensize“. Zu Marketingzwecken wird „Kingsize“ längst auch in anderem Zusammenhang, bzw. für weitere Produktgruppen gerne genutzt: Was groß, luxuriös und nicht alltäglich ist, wird – quer durch alle Branchen – schlicht der namentlichen „Königsklasse“ zugeordnet.

Trotz des allgemein höheren Bekanntheitsgrades handelt es sich im Großteil Europas, speziell im deutschen Sprachraum, allerdings auch bei „Kingsize“ weniger um einen Begriff der gängigen Alltagssprache, als viel eher um einen häufig genutzten, weil äußerst wirksamen, Marketingbegriff, der vor allem aus Prospekten, Anzeigen und durch andere Werbemittel bekannt ist.

Die ganze Welt in Kingsize?

„Andere Länder, andere KönigInnen“ – zumindest in Hinblick auf Bettenstandards. In seiner amerikanischen Heimat ist „King Size“ ein genormtes Bettenmaß. Im europäischen Raum haben sich hingegen keine verbindlichen Maße für Kingsize Betten etabliert, weshalb der Begriff von der hiesigen Betten- und Hotelindustrie sehr flexibel eingesetzt wird. Auch, ob auf zwei separaten oder, wie im amerikanischen Original, einer durchgängigen Matratze geschlafen wird, ist nicht einheitlich „geregelt“.

Da die Bezeichnung „King Size“ bekanntlich gerne in der Tourismusbranche zur näheren Ausstattungsbeschreibung von Hotelzimmern genutzt wird, lohnt es sich, vor Reiseantritt in Erfahrung zu bringen, welche Bedeutung im jeweiligen Land tatsächlich dahintersteckt – um „einengende“ Überraschungen vor Ort zu vermeiden. Besonders deutlich wird dies am Beispiel Großbritanniens: 

Die Maße britischer Kingsize Betten entsprechen jenen amerikanischer Queensize Betten, sind allerdings um einige Zentimeter kürzer: 152 x 198 cm. 

„Echte“ Kingsize Betten, dem amerikanischen Format entsprechend, werden hier als „Super King Size Beds“ bezeichnet. 

Kingsize vs. Queensize

Weder haben die beeindruckend „majestätischen“ Begriffe etwas damit zu tun, ob Mann oder Frau im betreffenden Bett nächtigen, noch verraten sie etwas über etwaige royale Wurzeln. In beiden Fällen handelt es sich um Größenangaben und, gewissermaßen, schöne Alternativbegriffe für „Bett in Übergröße“ (Kingsize) und „Doppelbett“ (Queensize):

Mit seinem Format von 74 x 80 inch (193 x 203 cm) ist das Kingsize Bett deutlich breiter als sein kleineres Pendant, das Queensize Bett, mit vergleichsweise überschaubaren 60 x 80 inch (152 x 203 cm).

Tipps zum Kauf

Aufgrund seiner großzügigen Liegefläche sind Kingsize Betten vor allem für große Schläfer und Familien gut geeignet.

Insbesondere beim Kauf von Kingsize Betten, für welche Lattenrost und Matratze separat angeschafft werden müssen, sollte unbedingt auf die europäischen Maße geachtet werden, da entsprechende Produkte im Originalformat 193 x 203 cm in Europa kaum verfügbar sind. Auch passende Bettwaren– und Bettwäsche dieser Maße könnten schwerer erhältlich sein. 

Für ein, dem Original möglichst ähnliches, Boxspring-Bett in King Size müssen Lattenrost und Matratze gewöhnlich nicht extra angeschafft werden, da hierbei alle Bestandteile in einem „Komplettsystem“ verbaut sind. Aus diesem Grund fällt das genau Format in diesem Fall weniger ins Gewicht. Im Hinblick auf zukünftige Käufe von Bettzeug und Bezügen ist, nichtsdestotrotz, die Wahl eines Bettmodells mit europäischen Kingsize Maßen anzuraten.

Es war einmal…

…der luxusliebende „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. Zuhause in Frankreich hielt dieser seine morgendlichen Besprechungen gerne in seinen prunkvollen Schlafgemächern ab, sodass er sich nebenbei bequem sein opulentes Frühstück schmecken lassen konnte – im Bett. Bis ins ferne Amerika sprachen sich die unüblichen Vorlieben des königlichen Bettenliebhabers weiter. So kam es, dass viele Jahre später ein findiger Kopf beschloss, die komfortabelsten, luxuriösesten, größten Betten im Andenken an den berühmten Herrscher mit dem noblen Titel „King“ zu versehen… 

So lautet eine der „Legenden“, welche sich um die Wurzeln des majestätischen Begriffes „Kingsize“ ranken. Mag darin möglicherweise ein kleines „Körnchen Wahrheit“ stecken, findet sich der wahre Ursprung dennoch in der wenig märchenhaften, „üblich verdächtigen“ Branche: Dem Marketing.

Ursprünglich waren in amerikanischen Haushalten eher schmälere, kürzer bemessene Betten üblich. Immer mehr Hotelketten gingen schließlich dazu über, ihre Zimmer – speziell hochpreisige Suiten – mit besonders großzügig bemessenen Doppelbetten auszustatten.

Als die Nachfrage nach vergleichbaren Produkten für Privathaushalte immer größer wurde, begannen viele Hersteller, in Größe und Ausstattung ähnliche Betten zum Kauf anzubieten: Als Größenunterscheidung wählte man, bzw. übernahm man die in der Hotellerie gängigen Bezeichnungen „King“ und „Queen“, da diese besonders luxuriöses Schlafvergnügen – sowohl im Nobelhotel, als auch im eigenen Schlafzimmer – versprachen. Das großzügige „Kingsize Bett“ sollte dabei als „Betten-Königsklasse“ gelten, das kleiner bemessene „Queensize Bett“ entstand als günstigeres, platzsparendes Pendant – und war daher vor allem für Privatkunden von Interesse.

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