Tier im Bett: 5 kuriose Fakten über den Schlaf unserer tierischen Freunde

Lesedauer: ca. 3 Minuten

20 Stunden Schlaf am Tag oder doch lieber nur 30 Sekunden? Und wie wäre es, wenn du dich im Schlaf vorwärts bewegen könntest? Immer noch nicht spannend genug? Dann versuche doch im Stehen zu schlafen! Denn das alles und noch viel mehr können unsere tierischen Freunde und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus…

Wenn du müde bist, gehst du dich waschen, ziehst einen Pyjama an und ab ins Bett. So einfach läuft das bei uns Menschen. Im Reich der Tiere ist es allerdings ein wenig komplizierter. Denn manche Tiere haben keine Zeit für ausgiebigen Schlaf oder sie würden es kaum überleben, wenn sie in einen tiefen Schlaf versinken würden. So haben sie erstaunliche Schlafgewohnheiten entwickelt und kommen damit ganz gut durch den Tag. Heute präsentieren wir die 5 coolsten Schlafarten, um die wir die Tiere beneiden: 

Auf Platz 5: Tief und lang

Ausreichend schlafen – das ist das Geheimnis eines gesunden Lebens! Das wissen wahrscheinlich auch einige unserer Tierfreunde, denn sie schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag. Was für ein Genuss! Zu diesen Langschläfern gehören natürlich unsere geliebten Faultiere, die zwischen 15 und 20 Stunden schlafen. Aber auch Löwen, Koalas und Igel legen sich gerne für eine längere Zeit hin. Doch ein echter Profi, der auf seine 20 Stunden nicht verzichten will, ist die sogenannte braune Fledermaus. Ob sie in den restlichen 4 Stunden des Tages Stress bekommt, weil sie so viel zu erledigen hat?

Auf Platz 4: Hälfte-Hälfte

20 Stunden Schlaf? Reine Zeitverschwendung! Das denken wahrscheinlich Delfine, die immer nur mit einer Hälfte des Gehirns schlafen. Wie effizient! Nach 1-2 Stunden wird die Seite gewechselt und danach kommt die andere Hälfte des Gehirns dran. Dabei bleibt immer auch ein Auge offen. So können Delfine aufeinander aufpassen: Falls einer vergisst zu atmen, wird er einfach angestupst. Das braucht doch jeder – jemanden, dem wir unser Leben anvertrauen können.

Auf Platz 3: Kein Auge zu!

Ja, auch die kleinsten Bewohner dieser Welt brauchen Schlaf. Insekten suchen sich zum Schlafen ruhige Plätze und bleiben dort reglos sitzen. Allerdings schlafen sie mit offenen Augen. Nein, nicht weil sie unbedingt den Überblick bewahren wollen. Sie haben einfach nur keine Augenlider, die sie schließen könnten. Ob da eine Schlafmaske sinnvoll wäre? Wenn ja, dann gleich bitte auch eine für die Fische mitbestellen! Die haben nämlich auch keine Augenlider und müssen ebenfalls mit offenen Augen schlafen!

Auf Platz 2: Hoch hinaus, auch im Schlaf

Zugvögel sind wahre Experten im “Nebenbei-Schlafen”. Bei ihren Reisen in den Süden können sie kaum jedes Mal eine Pause einlegen, wenn ein Vogel müde wird. So haben sie eine besondere Art des Schlafens entwickelt: Sie machen während des Fliegens immer wieder kurz die Augen zu. So ein Schlaf am Steuer dauert “gerade mal eine dreiviertel Stunde pro Tag. An Land schlafen sie dagegen über zwölf Stunden. Wie sie es schaffen den Schlafmangel auszugleichen, ist noch nicht klar,” wie der Max-Planck-Institut für Ornithologie bekannt gegeben hat. Na hoffentlich wird auch dieses Geheimnis bald gelüftet und wir können von den lieben Vögeln etwas lernen…

Auf Platz 1: Kurz aber intensiv

Und der Gewinner unserer Top 5 Liste ist auf jeden Fall dieser effektive Schläfer. Weil er schon mit ganz wenig Tiefschlaf absolut fit wird… Er ist ein Traum jedes Arbeitgebers – ein Okapi. Diese Waldgiraffe legt sich für etwa 6 Stunden hin, ihre Tiefschlafphase dauert aber nur 30 Sekunden. Dafür wiederholt sich diese pro Nacht stolze 10 Mal. Obwohl seine Tiefschlafphasen nur so kurz sind, ist Okapi morgens putzmunter und bereit für den neuen Tag! Fit und motiviert. Ist das nicht eine tolle Vorstellung? Ein Okapi muss man sein…

Wenn das noch immer nicht genug ist…

 

Für alle, die nicht so einfach zu beeindrucken sind, haben wir hier noch ein paar spannende Fakten zusammengetragen:

Hast du gewusst, dass ein Pottwal beim Schlafen hochkant durch das Wasser treibt? Er kann es sich sogar leisten, beide Gehirnhälften gleichzeitig auszuschalten. So passiert es immer wieder, dass er keine herannahenden Schiffe bemerkt und mit diesen öfters zusammen stößt.

Sehr romantisch schlafen die lieben Schimpansen. Sie brauchen zum Einschlafen einen Kuschelpartner. Ist das nicht süß?

Ganz anders ist es bei Fluchttieren wie Pferden, Schafen oder Antilopen. Nichts mit Kuscheln! Diese schlafen ausschließlich im Stehen, damit sie in wenigen Sekunden bereit sind abzuhauen. Mindestens ein Tier der Herde bleibt auch immer wach, um mögliche Gefahren zu bemerken.

Unsere Serie der kuriosen Schlafgewohnheiten schließen wir natürlich mit einem Faultier ab! Nicht nur, dass Faultiere viel und gerne schlafen, sie schlafen sogar oft ähnlich wie Fledermäuse – hängend mit dem Kopf nach unten. Das nennen wir Perspektivwechsel! Würde vielen Menschen auch nicht schaden…

Text: HONGi / Bild: Karsten Winegeart   

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