Smarter Pyjama: Mehr Sicherheit für Senioren durch Schlafüberwachung

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Verschiedene Schlaftracker sind schon lange keine Besonderheit mehr. Sicher platziert auf deinem Handgelenk, schauen sie auf deinen Schlaf, werten diesen aus und präsentieren dir schicke Ergebnisse zu deiner Nachtruhe. Für viele ein Muss, für manche völlig unwichtig. Doch spätestens, wenn unsere Gesundheit auf dem Spiel steht, können diese Tracker sehr hilfreich sein. Diesmal haben sich Forscher und Entwickler allerdings wirklich übertroffen, denn statt einem schicken Armband kreierten sie einen Pyjama, der vor allem die Gesundheit und den Schlaf von Senioren tracken soll…

Ein intelligenter Pyjama soll die Gesundheit von älteren und demenzkranken Personen überwachen. Die Zukunft beginnt heute! Erstmals heuer präsentiert, können viele es kaum erwarten, diesen smarten Helfer zu Hause zu haben. Doch so schnell wird es wohl noch nicht gehen…

Er wacht über deinen Schlaf

Ein smarter Pyjama des japanischen Unternehmes Xenoma wurde heuer auf der CES (Consumer Electronics Show) – einer der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik – vorgestellt. Dieses Schlafgewand soll älteren Menschen, sowie demenzkranken Patienten helfen, indem es ihren Schlaf-Wachrhythmus sowie die Herzrate und andere Körpersignale in der Nacht überwacht. Auswertungen werden über die dazugehörige App kommuniziert. Hier findet man auch Ratschläge für einen besseren Schlaf. Mehr als 100 Waschgänge soll diese smarte Kleidung aushalten, bevor sie Gebrauchsspuren aufweist. Die Technik sitzt dabei in einem abnehmbaren runden Gerät auf der Brust.

Der integrierte Tracker überwacht außerdem das Aktivitätslevel des Menschen und der Pyjama leitet Übungen für die Patienten über einen Smart Speaker an. Aber nicht nur die Bewegung soll angeregt werden, auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz: Stolpert und fällt der Träger hin, wird ein Notruf getätigt. Auch bei anderen Notfällen wird Hilfe gerufen. So soll der Träger seine Gesundheit immer im Auge behalten und selbst geschützt werden.

Wann dieser Pyjama tatsächlich auf den Markt kommt, ist noch unklar. Bis dahin gibt es aber noch weitere Wearables für Senioren, die den Verwandten mehr Sicherheit geben und die Bedürftigen schützen.

Pass auf dich auf!

Gegen Verletzungen beim Hinfallen präsentierte bereits vor 2 Jahren auf der CES ein Hersteller einen Airbag für die Hüfte. Schon seit einigen Jahren stellt der Hersteller Helite Airbagsysteme für den Körper her. Die Hauptzielgruppen waren bisher überwiegend Reiter, Biker und Menschen mit gefährlichen Hobbys. 2018 präsentierte Helite allerdings den “Hip’Air” – einen Airbag im Gürtel. Sensoren in diesem Gerät sollen erkennen, wenn eine Person fällt und den Airbag eigenständig öffnen. So wird die Person vor Verletzungen geschützt. Damit will das Unternehmen die Gesundheit auch im höheren Alter sicherstellen. Günstig ist der Airbag allerdings nicht – um ca. 630 Euro kannst du ihn haben. 

Statt die Senioren beim Schlafen zu überwachen, sollen die Turnschuhe von E-vone Angehörige benachrichtigen, wenn deren Eltern oder Großeltern hinfallen. Dies aber nicht nur zu Hause, wie es der smarte Pyjama bereits kann, sondern auch unterwegs. Per GPS-Tracker – eingebaut in den Sohlen – lassen sich Oma und Opa überall finden. Dem muss man nur hinzufügen, dass die Senioren auf jeden Fall darauf hingewiesen werden sollten, dass sie überwacht werden. Sonst sind solche Schuhe oder Kleidungsstücke sehr Privatsphäre verletzend…

Pyjama

Zurück zum Pyjama

Bist du ein wenig neidisch, wenn du von dem überwachenden Pyjamawunder liest? Musst du nicht! Auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society 2019 wurde bereits ein ähnliches Kleidungsstück vorgestellt – entwickelt von US-Forschern der University of Massachusetts Amherst: Ein smarter Pyjama für alle! Oder zumindest für die, die unter Schlafstörungen leiden. 

Der smarte Pyjama soll über Sensoren verfügen, die Herzschlag, Atmung und Körperhaltung messen und Auskunft über diese Schlüsselfaktoren für einen tiefen und erholsamen Schlaf geben. Die Informationen können dann von einem Fachmann oder einem Arzt ausgewertet werden. Dies könnte zu schneller Hilfe führen und vielen Menschen zu einem tiefen Schlaf verhelfen. 

Ob dieser Pyjama schon bald das Licht der Welt erblickt, wissen wir nicht. Sein Preis sollte allerdings zwischen 100 und 200 US Dollar liegen. Bis dahin sind wir auf die klassischen Schlaftracker am Handgelenk angewiesen. Wir bleiben aber gespannt, was die Zukunft sonst noch bringt! 

Text: HONGi / Bilder: McKinsey und Kristina Petrick

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