Es ist kompliziert: Schlaf bei Jugendlichen

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Wecker klingelt, raus aus den Federn. Völlig übermüdet in die Schule, irgendwie den Unterricht überleben. Konzentrieren? Maximal darauf, nicht einzunicken. Augen auf Halbmast, Laune im Keller. Und dann fliegen einem auch noch Sätze wie diese um die Ohren: „Schon wieder müde? Selbst schuld, wärst du eben früher schlafen gegangen, junger Mann. Gestern wieder ewig vor Smartphone, Tablet und PC rumgehangen, was? Du bist ja nur zu faul, früh aufzustehen. Wenn du noch einmal verschläfst, Fräulein, dann… “ ALBTRAUM.

Tatsächlich vertreten viele Erwachsene die Meinung, Teenager würden prinzipiell zu spät schlafen gehen, immer zu spät aufstehen, viel zu oft verschlafen – und seien daran, offensichtlich, selbst schuld. Aus Sicht der Jugendlichen hingegen, haben Mama, Papa, Lehrer und überhaupt alle (unverständigen, unfairen, uncoolen) Erwachsenen ja sowas von KEINE Ahnung. Wir Faultiere wiederum haben’s uns sozusagen zwischen den Fronten gemütlich gemacht – und müssen fairerweise sagen: An beiden Thesen ist was Wahres dran.

Den „Internationalen Tag der Jugend“ am 12. August möchten wir deshalb zum Anlass nehmen, Schlafbedarf und Schlafverhalten von Teenies mit euch mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Immerhin soll an diesem Tag hingewiesen werden auf die Belange der Jugend, ihre Bedürfnisse sowie die Herausforderungen dieses besonderen Lebensabschnitts – und da zählt Schlaf definitiv dazu. Denn wie sich zeigt, ist – wie so vieles im Leben eines Teenagers! – auch die Sache mit dem Schlafen ganz schön… Kompliziert.

Wie viel Schlaf brauchen Teenager?

Zunächst eine Klarstellung, von Faultier an (vermeintlichen) Faul-Teenie und Eltern. Auch im Jugendalter gilt: Das einzig richtige Schlafbedürfnis ist das individuelle Schlafbedürfnis. Diese These entspricht nicht nur unserer Überzeugung bei HONGi – sondern sehen wir nun auch wissenschaftlich bestätigt. Eine Studie der University of California, Los Angeles (UCLA) konnte nachweisen, dass es sehr wohl Unterschiede beim Schlafbedarf von Jugendlichen gibt.

„Als Gesellschaft unterschätzen wir, wieviel Schlaf Kinder – besonders Jugendliche – brauchen. Sie haben viel Stress und schlafen weniger, und einige opfern ihren Schlaf, um den Anforderungen der Schule und anderer Aktivitäten gerecht zu werden.“, erklärte dazu der Studienleiter, Professor Andrew J. Fuligni, im „Journal of Clinical Child and Adolescent Psychology“. „Anstatt nur zu sagen, ‚mehr Schlaf ist besser‘ und ‚jeder sollte mehr schlafen‘, wollten wir mehr über das individuelle Schlafbedürfnis erfahren.“

Tatsächlich konnten die Forscher mit ihrer Studie belegen, dass nicht alle Teenager dieselbe Menge Schlaf benötigen, um konstant leistungsfähig und ausgeglichen zu bleiben. Zwar benötigen die meisten Teenies durchaus die empfohlenen 8-10 Stunden Schlaf. Allerdings zeigte sich auch, dass manche Jugendliche mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht auskommen – und trotzdem gut gelaunt und leistungsstark ihren Alltag bewältigen können.

Die Vermutung, jeder heranwachsende Sprössling würde „sowieso immer viel zu wenig schlafen“, ist damit widerlegt. Überhaupt müsst ihr jetzt kurz sehr stark sein, liebe Eltern, denn: Auch der Vorwurf, eure Faul-Teenies würden „immer viel zu spät schlafen gehen“, ist so nicht ganz richtig – und, genaugenommen, nicht immer gerecht.

Plötzlich ist alles anders: Neuer Schlafrhythmus

Während der Pubertät macht der junge Körper extreme Veränderungen durch: Wachstumsschübe, Umstellungen im Hormonhaushalt, das Gehirn „wächst“, Denkprozesse verändern sich. Lauter Vorgänge, die Energie ziehen, Kraft kosten – und einen gewissen Erholungsbedarf bedingen. Ihre individuell ideale Schlafdauer (egal, ob 7 Stunden oder 10 Stunden) erreichen jedoch nur die wenigsten Teenager regelmäßig – und schuld dran ist ausgerechnet das sogenannte „Schlafhormon“.

Kinder brauchen noch bis zu 13 Stunden Schlaf pro Nacht, in der Pubertät allerdings nimmt der Schlafdruck ab. Der Biorhythmus der Heranwachsenden stellt sich um, der bisher gewohnte Schlafrhythmus verschiebt sich „nach hinten“: Die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin setzt nun erst später ein. Je später am Abend der Melatoninspiegel im Blut steigt, desto später setzt allerdings auch die Müdigkeit ein. Das Einschlafen zur aus Kindheitstagen gewohnten „Schlafenszeit“ wird für die Jugendlichen zunehmend schwerer – und irgendwann unmöglich.

Hormone außer Takt, Schlafrhythmus außer Takt, alles Chaos… und wie bei so vielen Problemen im Teenager-Alter, macht auch hier die „übliche Verdächtige“ alles noch schlimmer: Die Schule. Dort startet der Unterricht üblicherweise zwischen 07:30 und 08:00 Uhr morgens, auch an den meisten weiterführenden Schulen. War das zu Volksschulzeiten gut (oder zumindest besser) mit dem kindlichen Schlafrhythmus vereinbar, läuten die Schulglocken für Teenager viel zu früh: Aufgrund des geänderten Biorhythmus bekommen die Heranwachsenden Nacht für Nacht 1-2 Stunden zu wenig Schlaf. Die typischen Folgen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, miese Laune.

Streitpunkt Wochenende
Irgendwann spüren die Jugendlichen natürlich, dass ihnen die Energie ausgeht. Ihre Akkus laden sie dann bevorzugt am Wochenende auf, mittels VIEL und LANGEN Schlafens. Nicht selten geht dabei, aus elterlicher Sicht, das halbe Wochenende „verloren“: Schlafen bis zum Mittagessen, muss das sein?

Wichtig zu verstehen ist dabei, dass das lange Schlafen am Wochenende nichts mit purer Faulheit zu tun hat. Irgendwann BRAUCHEN die Jugendlichen ihren Schlaf (auch, wenn viele es aus Gründen der Coolness niemals zugeben würden). Zwar lässt sich der allgemeine Schlafmangel dadurch nicht sofort aufholen, denn einmaliges Ausschlafen kann die fehlende Erholung einer ganzen Woche nicht vollständig kompensieren. Trotzdem ist es wichtig, den Jungen diese Verschnaufpausen zu gönnen – und wochenends hie und da mal ein Auge zuzudrücken.

Schlaf-Jugend-Teenager_Pubertät_Wochenende

Allerdings empfiehlt sich, das andere Auge auch weiterhin offen zu halten. Denn, liebe Teenager, jetzt müsst ihr sehr stark sein: So ganz unrecht haben Mama, Papa und Lehrerschaft nämlich nicht (immer). Manchmal ist jugendlicher Schlafmangel durchaus auch einfach: „Hausgemacht“.

Jugendlicher Lifestyle als Schlafkiller?

Sind abends alle Schulaufgaben vom Tisch, hat man endlich mal Zeit für sich – just zu diesem Zeitpunkt sollte man sich aber schon wieder ins Bett verabschieden. Freizeit für die Schule opfern? Geht in den (schläfrigen) Augen der meisten Teenager gar nicht. Dem eigenen Privatleben zuliebe werden die Abende daher bis in die Nacht ausgedehnt, immerhin hat man auch als Teenie gesellschaftliche Pflichten. Gestern Party, heute Gamen, morgen chatte ich. Darunter leidet die Qualität des – ohnehin viel zu kurz bemessenen – Schlafs.

Medienkonsum
Die abendliche Nutzung der heißgeliebten Smartphones, Tablets und PCs wirkt sich verheerend auf die jugendliche Schlafhygiene aus: Das blaue Licht der Displays hemmt die – ohnedies im Umbruch befindliche – Melatoninproduktion, Inhalte auf Social Media oder in Computerspielen können emotional aufwühlen.

Party, Party, Party
Freunde treffen bis spät in die Nacht, koffeinhaltige Energydrinks, zuckerhaltige Softdrinks, (vielleicht) erste Erfahrungen mit Alkohol… All das macht großen Spaß, wirkt sich allerdings negativ auf die Schlafqualität der Jugend aus: Alkohol, Koffein und Zucker vertragen sich in keinem Alter mit gesundem Schlaf – leider.

Gedankenkarussell
Stress, Sorgen und Kummer tun kurz vor dem Zubettgehen niemandem gut – unerheblich, in welcher Altersgruppe. Jugendliche sind davon, altersbedingt, besonders betroffen, steht die Welt in diesem Lebensabschnitt doch praktisch permanent Kopf: Schulstress und Leistungsdruck, erster Liebeskummer, Konflikte mit den Eltern… Klar, dass es da nicht immer einfach ist, abends zur Ruhe zu kommen.

Dass Tagesrhythmus und Schlafrhythmus der Heranwachsenden von jenen der Eltern abweichen, ist prinzipiell weder schlimm noch abnormal. Anhaltender Schlafmangel allerdings schwächt das Immunsystem und belastet die Psyche. Ausreichend erholsamer Schlaf ist, auch für „junges Gemüse“, unumgänglich für die körperliche und mentale Gesundheit. Für Eltern empfiehlt sich daher durchaus, ein behütendes (statt wachsames!) Auge auf das Schlafverhalten des heranwachsenden Sprösslings zu haben.

Die Matratze für heranwachsende Faultiere

Die Jugend hat’s gern „chillig“ und gemütlich, um Haltungsschäden und Rückenproblemen schon frühzeitig vorzubeugen, darf eine „Jugend-Matratze“ allerdings nicht einfach nur bequem sein. In erster Linie muss sie den ergonomischen Bedürfnissen des heranwachsenden Sprösslings gerecht werden. Mit zunehmendem Kindesalter schreitet das Knochenwachstum immer schneller voran. Während der Pubertät kommt die Muskelbildung nicht bei allen Wachstumsschüben mit. Die noch nicht vollständig ausgereifte Wirbelsäule braucht jedoch einen gewissen Halt – und sollte deshalb ergonomisch korrekt gelagert werden. Zu weiche Matratzen mit geringer Stützwirkung sind im Jugendbett deshalb zu vermeiden: Sie könnten dauerhafte Haltungsschäden verursachen.

Trotzdem darf natürlich auch der Komfort nicht zu kurz kommen, denn für die meisten Jugendlichen ist ihr Bett auch ein wichtiger Rückzugsort zum Abschalten, Entspannen, Ruhe haben. Hier verbringen sie oft viele Stunden am Tag mit Musikhören, Lesen, vielleicht sogar Lernen für die Schule… Auch mit Freunden wird hier gern mal stundenlang „rumgehangen“. Hochwertige, schadstofffreie und hautfreundliche Materialien sind daher ein Muss für Jugendmatratzen.

Im Sinne hygienischen, gesunden Schlafs ebenfalls empfehlenswert sind waschbare Matratzenbezüge. Beim „Rumhängen“ mit Freunden landen schnell mal Chips-Krümel, Flecken und mehr auf der Matratze. Auch die diversen hormonellen und körperlichen Umstellungen (wie stärkeres Schwitzen oder vermehrte Talgbildung) können die verstärkte Pflege von Bettwaren notwendig machen.

Wer für sein heranwachsendes Faultier daheim noch nicht die richtige Matratze gefunden hat, dem sei eine individuelle Faultiermatratze ans Herz gelegt:

  • Modular aufgebaut: Die Matratze besteht aus 3 unverklebten Schichten, die jederzeit ausgetauscht werden können.
  • Nachträglich veränderbar mittels Schichttausch: Die Matratze „entwickelt“ sich bei Bedarf einfach mit, sollten sich Bedürfnisse oder physische Voraussetzungen des jungen Schläfers verändern. (Z.B.: Gewicht, bevorzugte Liegeposition.)
  • Individuell angepasster Härtegrad: Für ergonomisch korrekte und komfortable Lagerung.
  • Abgestimmt auf den individuellen Teenager-Lifestyle: Falls im Bett z.B. auch das Lieblingshaustier mitschläft, hier auch gerne mal gelernt oder einfach stundenlang mit Buch, Smartphone oder Netflix entspannt wird…
  • Hochwertige, geruchsneutrale Materialien, streng schadstoffgeprüft und gemäß ÖKO Tex Standard 100 zertifiziert. HONGi Matratzenbezüge aus Lyocell-Faser sind atmungsaktiv, temperaturausgleichend, anschmiegsam.
  • Die Matratzenbezüge sind bei 60 °C waschbar, dank Zipp sind sie bequem in zwei Hälften abnehmbar und können jederzeit in der eigenen Waschmaschine gewaschen werden.
  • Kompatibel mit allen handelsüblichen Bettgestellen
  • Erhältlich in allen gängigen Maßen für Jugendbetten (z.B. 140x200cm)

Klickt euch einfach mal gemeinsam durch unseren Online-Matratzen-Konfigurator und konfiguriert eurem heranwachsenden Faultier seine individuelle Matratze. Dank ihres flexiblen, modularen Aufbaus wird sie ihm über viele Jahre hinweg eine treue Begleiterin sein – bis hinein ins (faultierische?) Erwachsenenleben.

Text: HONGi / Bild: Karolina Grabowska

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