8 lustige Fakten, die du über St. Patrick’s Day wissen solltest

Lebensmittel, Flüsse, Bier, Denkmäler und sogar Schigebiete. Am St. Patrick’s Day ist alles grün. Und viele werden blau…

Es ist schon spannend, wie ein irischer Feiertag auch im deutschsprachigen Raum immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Aber ganz ehrlich: Ein Tag, an dem man ohne schlechtes Gewissen bis zum Umfallen Alkohol trinken kann? Klar ist dieser Tag beliebt. Immerhin beweisen viele andere Feste, dass alles, was mit einem uneingeschränkten Alkoholkonsum in Verbindung steht, sofort viele Anhänger gewinnt. Wieso sonst hätten wir an der Côte d’Azur ein bayerisches Oktoberfest gesehen? 

Aber zurück zum St. Patrick’s Day! Das ist ein großes Kaliber. Da wird getrunken und gefeiert, was das Zeug hält. Grüne Lebensmittel werden mit einem grün gefärbten Guinness runtergespült und dabei muss man etwas Grünes tragen. Sonst wird man gezwickt. Ja, gekniffen bis man blau ist. Doch es gibt noch mehr Seltenheiten und verrückte Fakten, die diesen Tag begleiten. Beginnen wir gleich einmal mit dem guten alten Patrick, der eigentlich gar kein Patrick war…

 

Who the f*ck is Patrick?

Der St. Patrick’s Day wird zu Ehren des heiligen Patrick von Irland gefeiert. Dabei war dieser weder ein Ire, noch hieß er ursprünglich Patrick. Das ist doch irre! Oder?

Woher der gute Mann stammte, darüber streiten sich Historiker bis heute. Die wahrscheinlichste Darstellung beschreibt ihn als einen Briten, der als Sklave verschleppt wurde. Später kehrte er nach England zurück und wurde zum Priester namens Patrick geweiht. Sein bürgerlicher Name war angeblich Maewyn Succat. Klar, Patrick merkt man sich betrunken besser. Somit feiern wir den heiligen Patrick statt einen Maewyn. (Hast du vielleicht eine Idee, wie man es ausspricht?)

 

Grün ist das neue Blau!

Ursprünglich wurde der St. Patrick’s Day mit der blauen Farbe in Verbindung gebracht. Grün hat sich erst im 18. Jahrhundert durchgesetzt. Blau war nämlich die Farbe des englischen Königs. 1641 rebellierten die Iren gegen die englische Krone. Einer der irischen Militärführer trug im Kampf ein Wappen, das eine Harfe auf grünem Grund zeigte. Dieses Symbol wurde in den nachfolgenden Jahren immer wieder benützt. So setzte sich langsam die grüne Farbe der Iren gegen das englische Blau durch. Wir findes das sehr gut. Grün passt immerhin besser zu der Gesichtsfarbe der Menschen, die den Tag bis zum bitteren Ende gefeiert haben. Außerdem würden wir sonst wie die Schlümpfe durch die Gegend rennen.

 

Damals ohne Alkohol…

Es ist zwar schockierend und heutzutage unvorstellbar, dennoch waren Kneipen und Pubs in Irland bis zu den 1970ern am St. Patrick’s Day geschlossen. Das lag daran, dass das Ausschenken von Alkohol an heiligen Tagen gesetzlich sehr eingeschränkt war. Der einzige Ort, an dem man zu dieser Zeit öffentlich und legal ein Getränk bekommen konnte, war die „Royal Dublin Dog Show„. Vermutlich war diese Hundeschau am St. Patrick’s Day sehr gut besucht. Zum Glück wurde dieses Gesetz geändert. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie viele Menschen heute Hunde halten würden, nur um am St. Patrick’s Day legal saufen zu dürfen.

 

Trinken mit dem Segen Gottes

Zwar fällt der St. Patrick’s Day in die Fastenzeit, aber in Irland ist den Gläubigen an diesem Tag das Fastenbrechen ausdrücklich erlaubt. (Ob das Brechen danach auch erlaubt ist?) Die Iren dürfen also mit dem Segen Gottes viel Alkohol trinken und sogar Fleisch essen. Wer behauptet noch, dass die katholische Kirche keinen Sinn für Humor hat? Unter diesen Bedingungen könnte jeder Tag in der Fastenzeit ein St. Patrick’s Day werden. Da würden wir auch fasten.

 

Kampf gegen die irischen Schlangen

Die Legende besagt, dass St. Patrick Irland von der Schlangenplage befreite. Aber laut Biologen gab es nie freilebende Schlangen in Irland. Das liegt an der geografischen Isolation der Insel und der Wettersituation. Damit es nicht peinlich wird, für den guten alten St. Patrick, sollte man die Legende vielmehr im übertragenen Sinn verstehen: Die Schlangen sind angeblich eine Metapher für das Heidentum, welches St. Patrick verdrängt hat. Gut gerettet, oder?

 

Giftige Flüsse

Es ist bereits bekannt, dass zu St. Patrick’s Day viele Flüsse, Seen und Springbrunnen in Irland und in den USA grün gefärbt werden. Allerdings weiß kaum einer, dass die Farbe, die früher verwendet wurde, giftig war. Ursprünglich wurde nämlich das Salz “Uranin” verwendet. Damit konnte man schon mit kleinen Mengen große Flächen färben. Aber wie gesagt. Es handelte sich um ein Salz. Somit war die Auswirkung der erhöhten Natriumgehalte auf das Ökosystem sehr bedenklich. Im Jahr 2003 wurde Uranin also verboten. Zum Glück. Trotzdem sind wir uns nicht sicher, wie sich all die Fische und Wasservögel fühlen, wenn ihr Lebensraum plötzlich grün wird. Immerhin sind diese Tiere nüchtern und somit wahrscheinlich vollkommen verwirrt. Vielleicht würde ein bisschen Bier helfen?

 

Prost, Freunde!

Apropos Bier! Der weltweite Genuss von Guinness soll sich am St. Patrick’s Day verdreifachen. Während an einem regulären Tag 5,5 Millionen Pints (ca. 2,6 Millionen Liter) getrunken werden, werden an diesem Tag bis zu 13 Millionen Pints (ca. 7,3 Millionen Liter) ausgeschenkt. Das macht 150 Pints in der Sekunde! Und da das grün gefärbte Bier angeblich vor bösartigen Feen schützen soll, kann man den Konsum nur befürworten!

 

Beste Paraden sind nicht irisch

Ironischerweise finden die größten Feste zu St. Patrick’s Day gar nicht in Irland statt. Die amerikanische Großstadt New York ist für eindrucksvolle Feierlichkeiten zum St. Patrick’s Day weltweit bekannt. Mehr als 150.000 Leute nehmen an der ältesten und größten St. Patrick’s Day Parade in den USA teil. Dabei versammeln sich jährlich zwei Millionen Schaulustige entlang der Strecke der Parade in der Fifth Avenue.

Aber auch Boston, Chicago, London oder Buenos Aires werden am 17. März grün, wie sonst nie. Und sogar Tokio, Dubai und Moskau feiern große Paraden am St. Patrick’s Day!

Aber wir wollen nicht unfair sein. Auch in Dublin findet eine große Parade statt. Mit circa 500.000 Teilnehmer muss sich diese Stadt für nichts schämen! Die Parade ist außerdem ein Teil von Dublins St. Patrick’s Festival, welches 5 Tage lang dauert und Jahrmärkte, kostenlose Live-Musik, Bier- und Whiskey-Stände bietet.

 

Übrigens: Der Feiertag findet am St. Patrick’s Todestag statt. Irgendwie unpassend und doch cool. Der arme ist tot und wir feiern es? Auf der anderen Seite: Wäre es ein trauriger Umzug durch die Straßen, würde keiner außerhalb Irland wissen, dass es einen St. Patrick’s Day überhaupt gibt.

Text: HONGi / Bild: jill111 

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