Von Hopfen und Malz: Biervielfalt für jeden Geschmack

Unter dem Wort “Bier” stellt man sich automatisch eine gold-braune Flüssigkeit mit einem weißen Schaum vor. Für Menschen, die kein Bier trinken, endet hier die Vorstellung. Wahre Bierliebhaber wissen aber, dass hinter jedem Bier viel mehr steckt. Und jedes Glas zu einem wahren Erlebnis werden kann. Man muss nur zu dem richtigen Bier greifen. Doch zu welchem?

Der Geschmack von Bier kann sehr vielfältig sein. Süße Malztöne, herber Hopfengeschmack und feine Säure im richtigen Verhältnis werden zur wahren Genuss-Poesie. Das Malz kann geschmacklich mit Karamell- oder Rösttönen dienen. Auch ein Raucharoma oder ein cremiges Mundgefühl entstehen durch das Malz. Hopfen kann mit einem Kräuter-, Früchte-, Heu- oder Blumenduft das Bier bereichern. Und die Hefe? Sie bringt verschiedene Gärungsalkohole und Düfte, sowie die prickelnden Gasbläschen ins Bier ein. 

Während früher ein Bier einfach nur ein Bier war, ist das Wissen rund um die Zubereitung heutzutage so groß, dass man bereit ist neue Sorten zu kreieren und zu kosten. Das Biertrinken wird zelebriert. 

 

Unser tägliches Bier gib uns heute…

Wenn es um Bierkonsum in Europa geht, stehen Deutschland und Österreich weit vorne auf der Liste. Kein Wunder also, dass die Geschmacksvielfalt so bunt wie noch nie ist. Alkoholfreies Bier, Bockbier, dunkles Bier, Lager-Märzenbier, Leichtbier, Pils, Radler, Weizen, Zwickl. Die Auswahl ist wirklich groß und seit einigen Jahren ist auch ein sogenanntes Craft Beer ein großer Favorit unter vielen Biertrinkern. 

BiervielfaltEgal für welche Biersorte man sich entscheidet, wichtig ist nach wie vor die Regionalität. Vier von zehn Biertrinkern bezeichnen das regionale Bier als etwas Besonderes und legen großen Wert darauf, ein Bier aus der nahen Umgebung zu trinken.

Die Brau Union Österreich gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut “market” fand heraus, dass hinter dem Bierkonsum viel Emotion steckt. Es wird nicht einfach nur ein Bier bestellt. Man bestellt ein Glas voller Genuss. Die heutigen Konsumenten informieren sich viel über die Brauereien und die Zutaten, die verwendet werden. Das Bier ist mehr als nur ein Getränk zum Durst stillen geworden. 

 

Mehr Kraft dank Craft Beer?

Was ist eigentlich ein Craft Beer? Wikipedia definiert Craft Beer so: “Als Craft Beer werden im Allgemeinen Biere verstanden, die handwerklich von einer unabhängigen Brauerei gebraut wurden. Neben dieser Definition bezeichnet der Begriff in Europa auch Kreativbiere und -brauer, die alte oder ausländische Bierstile aufgreifen und neu interpretieren.” 

Man kann also sagen, ein Craft Beer ist ein Bier, das eine kleine Brauerei händisch herstellt. Wörtlich übersetzt, heißt Craft Beer „handwerklich gemachtes Bier“. Aber auch das stimmt nicht ganz, denn auch große Brauereien haben schon das Potential von Craft Beer entdeckt. Der Biermarkt wird also immer voller mit neuen Craft Beer Sorten. Und die Biertrinker werden immer experimentierfreudiger… 

Was ist also ein Craft Beer? Ginge es allein um Tradition und um den Aspekt der Handwerklichkeit, wären viele Brauereien in Deutschland und Österreich Craft Beer Erzeuger. Allerdings geht es bei Craft Beer und der Bewegung dahinter um viel mehr. Es geht um Aufbruch und Abkehr von alten Mustern. Nicht umsonst spricht man oft von der „Craft Beer Revolution“: Weil es darum geht, das alte Produkt Bier neu zu erleben, neu zu brauen und neu zu trinken.

Übrigens: Die Craft-Bier-Sparte legte in Österreich im Jahr 2017 ein beachtliches Wachstum von 80 Prozent hin und stellt somit einen großen Trend am heimischen Biermarkt dar. Und eine Umfrage aus 2017 hat ergeben, dass jeder zweite deutsche Biertrinker bereits Craft Bier probiert hat. Wie man sieht, wird Individualität auch auf dem Biermarkt immer mehr gefeiert!

 

Bitte ohne Promille

BiervielfaltNoch eine spannende Biergruppe ist die Gruppe der alkoholfreien Biere. Interessant? Für wahre Bieranbeter eher eine Sünde. Dennoch gibt es nur in Deutschland über 70 verschiedene Marken von alkoholfreien Bieren. Und viele Menschen, die es gerne trinken. Fast die Hälfte der befragten Biertrinker gaben an, heute viel öfters zum alkoholfreien Bier zu greifen als früher. Situationsabhängig, versteht sich! Das Angebot an alkoholfreien Bieren steigt kontinuierlich und man findet am Markt bereits Weizen, Pils aber auch Pale Ale ohne Alkohol.  

Alkoholfreie Biere gibt es in Deutschland seit rund zwanzig Jahren. Man sollte jedoch beachten, dass sie nicht ganz frei von Alkohol sind. Die gesetzlich zulässige Grenze für die Deklaration „alkoholfrei“ liegt bei einem Alkoholgehalt von maximal 0,5 Vol.- Prozent. 

Alkoholfreies Bier wird auf zwei Arten hergestellt. Entweder man unterbricht den Gärprozess verfrüht, so dass nicht die gesamte enthaltene Zuckermenge in Alkohol umgewandelt wird, oder man braut normale Vollbiere ein, deren Alkoholgehalt nachträglich entzogen wird. Bei der ersten Methode können sich die typischen Bieraromen, die im Verlaufe der Gärung entstehen, oft nicht entfalten, so dass der Geschmack dieser Biere nicht immer den Erwartungen entspricht.

 

Gemischt für Unentschlossene

Gerade Menschen, die sich an den Biergeschmack erst langsam herantasten, greifen gerne zum Radler. Dabei handelt es sich um ein Mischgetränk aus Bier und Limonade, welches üblicherweise im Verhältnis 1:1 zubereitet wird. Da alle Bierarten mit unterschiedlichsten Limonaden gemischt werden können, sind Radler in einer Vielzahl an Geschmacksrichtungen erhältlich.

Zitronig, spritzig, mit Kräutergeschmack – Bier wäre gar nicht verbesserungsbedürftig, dennoch ist es gerade an heißen Tagen sehr erfrischend, ein Bier mit einer Limonade zu mischen. Wer schon eine große Wanderung gemacht hat, der weiß, dass ein Radler auf einer Almhütte das beste Getränk der Welt ist! 

Zu welcher Sorte sollte man aber greifen? Unzählige Webseiten haben schon unterschiedlichste Radler getestet. Am beliebtesten sind bei den Konsumenten Radler mit Zitronengeschmack. Naturtrübe Variationen finden auch viele Fans. Ganz eine tolle Mischung sind Kräuterradler, zum Beispiel der sogenannte Almradler, der mit der beliebten Kräuterlimonade Almdudler gemischt wird. Eine wahre Erfrischung an heißen Sommertagen. 

Aber es gibt viel mehr als nur die Zitronen- oder Kräutersorten. Bier mit Orangen, Limetten, Grapefruit, Himbeeren – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und noch eine Option: Radler sind auch in einer alkoholfreien Form erhältlich. Man muss sich nur entscheiden! 

 

Ob klassisches Bier, Radler, oder Craft Beer, auch hier gilt: Geschmäcker sind verschieden. Am besten testet man sich durch und entscheidet selber, was einem am besten schmeckt. Und nicht vergessen: Alkohol immer mit Maß. (Dabei meinen wir nicht der bayerische Maßkrug!) Sonst werden eure Nächte mehr zu einem Albtraum als zu einer Erholung! Mehr zum Alkoholeinfluss auf den Schlaf erfährst du hier

 

Text: HONGi / Bilder: rawpixel.com, Stefan Cosma, Adam Wilson

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