3 Mythen rund um das Frühstück: Wir räumen auf!

“Frühstücken wie ein Kaiser, mittagessen wie ein König und abendessen wie ein Bettelmann”. Das soll das Geheimnis einer gesunden Ernährung sein. Doch viele Menschen beschweren sich, dass sie in der Früh gar keinen Hunger haben. Solltest du dich trotzdem zum Essen zwingen? Und wie wirkt sich das Auslassen des Frühstücks auf deinen restlichen Tag aus? Wir räumen mit den bekanntesten Mythen auf:

Mythos Nummer 1: Nicht frühstücken ist ungesund.

Zahlreiche Studien haben erweisen, dass Menschen, die frühstücken, allgemein gesünder sind. Allerdings sagt man auch: traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast… Oder so ähnlich. Das heißt nicht, dass Wissenschaftler absichtlich flunkern. Allerdings sind die meisten Studien rund um die Ernährung nur Angaben, die von den StudienteilnehmerInnen in Befragungen gemacht werden. Hier eröffnen sich also folgende Probleme:

Erstens können sich viele kaum noch erinnern, ob und was sie vor einer Woche gefrühstückt haben. Zweitens zeigen sich viele Menschen gerne im “besseren Licht” und schummeln schon mal eine Tomate zum Frühstück dazu. Oder vergessen das Stückchen Speck zu erwähnen. 

Allerdings kann es schon stimmen, dass Menschen, die sich die Mühe machen, ein gesundes Frühstück täglich zuzubereiten, auch sonst im Alltag auf die eigene Ernährung achten und somit gesünder sind. Deshalb können wir den Mythos nicht ganz sicher widerlegen. Wir können nur sagen: Das Frühstück selbst wird dich kaum gesund halten. Da braucht es schon mehr, denn viele verschiedene Faktoren tragen zu unserer Gesundheit bei. Nicht nur ein gesundes Frühstück.  

Mythos Nummer 2: Ohne Frühstück nimmst du tagsüber viel mehr Kalorien zu dir.

Glaubst du, du wirst zu Mittag viel mehr essen, wenn du das Frühstück auslässt? Dann hast du recht. Tatsächlich essen Menschen, die nicht frühstücken, mehr zu Mittag. Allerdings nicht so viel mehr, dass sie die gesamten Kalorien des ausgelassenen Frühstücks zu sich nehmen würden, oder diese sogar übertrumpfen könnten. Es gibt also keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Menschen, die nicht frühstücken, schneller zunehmen oder ungesund essen. 

Ganz im Gegenteil: Einige Studien beweisen sogar, dass Menschen, die nicht frühstücken, bis zu 400 Kilokalorien pro Tag einsparen. Auch gab es eine Studie zur Gewichtsabnahme bei Menschen, die frühstücken im Vergleich zu sogenannten Frühstücks-Verweigerern. Und welch eine Überraschung: Es gab keinen Unterschied in der Gewichtsabnahme der beiden Gruppen. Du kannst also ohne schlechtes Gewissen weiterhin auf dein Frühstück verzichten. Deine Jeans wird dadurch bestimmt nicht gleich enger. 

Mythos Nummer 3: Frühstück kurbelt den Stoffwechsel an.

Oft wird behauptet, dass ein gutes Frühstück am Morgen den Stoffwechsel ankurbelt. Dies soll am sogenannten thermischen Effekt liegen. Der thermische Effekt ist die Erhöhung des Energieverbrauchs des Körpers, der aufgrund der Verdauung von Nährstoffen auftritt. Die Verarbeitung von Proteinen nimmt beispielsweise viel mehr Energie in Anspruch, als die von Fetten. Einfach gesagt, isst du drei Eier zum Frühstück, wird dein Körper tagsüber auf Hochtouren laufen und mehr verbrennen. Somit bleibst du langfristig schlank. Doch stimmt das auch?

Gesundes Frühstück

Nein, das stimmt natürlich nicht. Es wäre auch viel zu schön um wahr zu sein. Und viel zu einfach. Studien haben gezeigt, dass es für den Stoffwechsel keinen Unterschied macht, ob man frühstückt oder nicht. Das Einzige, was zählt, ist die Gesamtmenge an aufgenommenen Kalorien. Somit musst du nicht jeden Tag ein proteinreiches Frühstück runterwürgen, um schlank und gesund zu bleiben. Das Ergebnis wird nicht anders sein, als ohne zu frühstücken.

Wie du siehst, ist das Frühstück allein kein Wundermittel. Grundsätzlich ist es besser, auf den eigenen Körper zu hören. Hast du morgens keine Lust auf Essen, dann folge deinem Bauchgefühl und greife erst dann zu einer Mahlzeit, wenn es dein Körper auch verlangt. 

Auch evolutionsbedingt ist unser Körper nicht auf eine Nahrungsaufnahme am Morgen angewiesen. Der Urmensch hatte in der Früh genügend Energie, um sich zunächst auf die Jagd zu machen. Erst danach wurde gegessen. Und diese “Körpereinstellung” ist bis heute so geblieben: Unser Blutzuckerspiegel ist nach dem Aufwachen in der Regel für mehrere Stunden hoch. Somit ist es nicht notwendig, dem Körper zusätzliche Energie zuzuführen. 

Gefährliche Mahlzeit

Der Biochemiker Terence Kealey geht noch einen Schritt weiter und behauptet in seinem Buch „Breakfast is a Dangerous Meal“, dass das Frühstücken sogar so gefährlich wie Rauchen ist. Der ehemalige Mitarbeiter der University of Buckingham und der University of Cambridge sagt, der Frühstück-Verzicht senkt das Risiko für Übergewicht, Adipositas und Bluthochdruck. Das soll mit dem sogenannten “intermittierendem Fasten” zusammen hängen. 

Dabei handelt es sich um Verzicht auf die Nahrung für einen längeren Zeitabschnitt am Tag. Bekannt ist dabei die Formel 16:8, das heißt, 16 Stunden nicht essen und in den restlichen 8 Stunden ganz normal die Nahrung zu sich nehmen. Dieser Essrhythmus war auch früher für Menschen ganz natürlich und viele Wissenschaftler schwören darauf. Dennoch wird hier nicht eindeutig behauptet, aufs Frühstück verzichten zu müssen. Auch ein frühes Abendessen, vor 16 Uhr, kann beim intermittierenden Fasten bevorzugt werden und dabei muss auf das Frühstück gar nicht verzichtet werden.
Gehörst du also zu den Menschen, die recht früh abendessen und morgens deshalb sehr hungrig aufwachen, ist es schon sinnvoll, sich nicht zu quälen und zum Essen zu greifen. Am besten ist es, herauszufinden, was dir gut tut und schmeckt. Iss bewusst, iss ausgewogen und iss dann, wenn du hungrig bist. Einfach gesagt: Iss intuitiv! Wie das geht und was du dabei beachten musst, findest du auch in diesem Blogbeitrag. Wenn du allerdings ein großer Frühstück-Liebhaber bist, kannst du dich in diesem Artikel inspirieren lassen. Wir wünschen einen guten Appetit! Egal wann…

Text: HONGi / Bilder: Alex Motoc und Joseph Gonzalez

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